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/ 06.06.2013
Karl-Heinz Füssl

Deutsch-amerikanischer Kulturaustausch im 20. Jahrhundert. Bildung - Wissenschaft - Politik

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2004; 325 S.; geb., 37,90 €; ISBN 3-593-37499-4
Der Autor präsentiert eine Geschichte der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA als Geschichte der Kulturbeziehungen. „Dabei ist zunächst festzustellen, daß der Terminus [Kulturaustausch] das unbehinderte Nehmen und Geben auf einem frei zugänglichen Markt impliziert. Der Anspruch optimaler Bereicherungsprozesse trifft hingegen auf die deutsch-amerikanischen Kulturbeziehungen im 20. Jahrhundert nicht zu.“ (10) Die Abweichung der Kulturbeziehungen von einem solcherart gewählten Idealzustand des freien Marktplatzes der Ideen ist daher gleichzeitig Funktion und Indikator der jeweiligen politischen Beziehungen. Auf diese Weise beschreibt Füssl zwei große Wellen der Kulturbeziehungen: einerseits von der hohen Bedeutung deutscher Kultur und Bildung in den USA in der Mitte des 19. Jahrhunderts über die Erosion der kulturellen Begegnungen und Bedeutungen bis hin zum vollständigen Bruch während des Dritten Reiches; andererseits etwas zeitversetzt der Beginn einer neuerlichen Hochkonjunktur über die Emigration deutscher Intellektueller in die USA und die amerikanische Politik der „Re-education“ und „Re-orientation“.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.232.642.3112.3122.3132.35 Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Karl-Heinz Füssl: Deutsch-amerikanischer Kulturaustausch im 20. Jahrhundert. Frankfurt a. M./New York: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8891-deutsch-amerikanischer-kulturaustausch-im-20-jahrhundert_24130, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24130 Rezension drucken
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