Skip to main content
/ 20.06.2013
Johannes Rau

Den ganzen Menschen bilden - wider den Nützlichkeitszwang. Plädoyer für eine neue Bildungsreform

Weinheim/Basel: Beltz 2004; 271 S.; kart., 14,90 €; ISBN 3-407-85786-1
In zahlreichen Reden hat sich der Alt-Bundespräsident Johannes Rau während seiner Amtszeit zur Bedeutung der Bildung in unserer Gesellschaft geäußert. Dabei entwickelte er vor allem Grundsätze und Forderungen, an denen sich eine nachhaltige Bildungspolitik orientieren sollte. Bildung dürfe nicht allein dem Zwang der beruflichen Verwertung folgen. Wichtiger denn je sei, dass wir Orientierung und Urteilsfähigkeit besitzen. „Darum ist es so wichtig, dass wir nicht nur Informationen und Detailwissen vermitteln, nicht nur Verstand und Gedächtnis schulen, sondern dass wir den ganzen Menschen bilden.“ (45) Dazu gehöre die musische Erziehung und der Sportunterricht ebenso wie ein Betriebspraktikum oder eine Partnerschaft einer Schule mit einem Altenheim. Zudem sei Bildung und im weiteren Sinne Erziehung nicht allein Aufgabe der Schulen und Hochschulen. Den ganzen Menschen zu bilden, beginne schon in der Familie. Raus Plädoyer für eine neue Bildungspolitik zielt darauf, sich stärker als bisher über Bildungsziele zu verständigen. Seine Reden können in dieser Diskussion Orientierung bieten.
Wilhelm Johann Siemers (SIE)
Dipl.-Politologe, Journalist, Redakteur der Sprachlernzeitschrift vitamin de, Florenz.
Rubrizierung: 2.343 Empfohlene Zitierweise: Wilhelm Johann Siemers, Rezension zu: Johannes Rau: Den ganzen Menschen bilden - wider den Nützlichkeitszwang. Weinheim/Basel: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21971-den-ganzen-menschen-bilden---wider-den-nuetzlichkeitszwang_25039, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25039 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA