/ 05.06.2013
Gabriele Köhler
Anders sollte es werden. Bildungspolitische Visionen und Realitäten der Runden Tische
Köln/Weimar/Wien: Böhlau Verlag 1999 (Studien und Dokumentationen zur deutschen Bildungsgeschichte 72); XII, 469 S.; brosch., 88,- DM; ISBN 3-412-14798-2Während der Wende entstanden in der DDR zahlreiche Runde Tische, die eine bildungspolitische Neuorientierung bzw. einen Neuanfang diskutierten. Neben dem zentralen Runden Tisch in Berlin mit seiner Arbeitsgruppe Bildung, Erziehung, Jugend gab es eine Reihe von Runden Tischen auf kommunaler und Bezirksebene. Der Band zeichnet erstmals die Arbeit und die Debatten der Runden Tische nach und beleuchtet, wenn auch leider sehr knapp, die Bedeutung, die diesen innerhalb des Transformationsprozesses zukam. Der größte Teil des Buches (fast 400 Seiten) besteht aus Dokumenten der Runden Tische, wie Protokollen, Eingaben, Anträgen etc. Ärgerlich ist die völlig mangelhafte Verarbeitung des Buches.
Inhaltsübersicht: 1. Einleitung: 1.1 Der Zwang zum Dialog. Die Entstehung der Runden Tische im Kontext der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung; 1.2 Zentraler Runder Tisch Berlin: Arbeitsgruppe Bildung, Erziehung, Jugend; 1.3 Regionale Runde Tische zur Bildung: 1.3.1 Runder Tisch Bildung des Bezirkes Erfurt; 1.3.2 Runde Tische der Region Thüringen; 1.3.3 Kommission Bildung und Erziehung des Runden Tisches der Stadt Leipzig; 1.3.4 Arbeitsgruppe Bildungswesen des Runden Tisches des Bezirkes Neubrandenburg; 1.3.5 Runder Tisch der Stadt Rostock; 1.3.6 Fragmente: Runde Tische und deren Unterausschüsse für Bildung anderer Regionen; 1.4 Bilanz: Zur Rolle der Runden Tische im Transformationsprozeß.
Carsten Ungewitter (CU)
Rubrizierung: 2.313 | 2.343 | 2.22
Empfohlene Zitierweise: Carsten Ungewitter, Rezension zu: Gabriele Köhler: Anders sollte es werden. Köln/Weimar/Wien: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7949-anders-sollte-es-werden_10539, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 10539
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