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/ 12.06.2013
Hildegard Goss-Mayr

Wie Feinde Freunde werden. Mein Leben mit Jean Goss für Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit und Versöhnung. Mit einem Geleitwort von Franz Kardinal König

Wien/Berlin: Lit 2008 (Friedenswissenschaft 3); 186 S.; brosch., 19,90 €; ISBN 978-3-8258-1219-5
Die tief religiöse Autorin gibt einen Rückblick auf mehr als fünfzig Jahre Wirken im Rahmen des Internationalen Versöhnungsbundes (IVB) für Frieden, Völkerverständigung und Versöhnung. Dabei wird auf beeindruckende Weise deutlich, wie durch die Vernetzung politischer und religiöser Führer mit Gewerkschaften, Intellektuellen und anderen Gruppen in Seminaren und Aktionen größte Erfolge im regionalen wie internationalen Kontext erzielt wurden. Neben Berichten u. a. über das Engagement in Afrika und Lateinamerika ist ein Kapitel der gewaltfreien Verhinderung einer Revolution und Staatskrise auf den Philippinen im Februar 1986 gewidmet. Es findet sich auch ein Abschnitt über den Terrorismus, dessen Quellen die Autorin neben einer die muslimischen Bevölkerungsanteile in Konfliktregionen missachtenden Politik in der kapitalistischen Weltwirtschaftsordnung sieht, sodass sie die Symbolik des Angriffs auf das World Trade Center 2001 wie folgt deutet: „Ein Turmbau zu Babel westlicher Überheblichkeit wurde zu Fall gebracht“ (178). Für Goss-Mayr steht dabei auch fest, dass militärische Repression den Konflikt nur verschärfen wird und die einzige Lösung im Dialog, in religiöser Wertschätzung und sozialer Einbindung liegt. Es handelt sich um eine erweiterte Neuauflage der Erstausgabe von 1996.
Timo Lüth (TIL)
Student, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 4.414.432.652.672.682.25 Empfohlene Zitierweise: Timo Lüth, Rezension zu: Hildegard Goss-Mayr: Wie Feinde Freunde werden. Wien/Berlin: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14402-wie-feinde-freunde-werden_34412, veröffentlicht am 08.07.2008. Buch-Nr.: 34412 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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