/ 04.06.2013
Martin Sterr
Lobbyisten Gottes - Die Christian Right in den USA von 1980 bis 1996. Zwischen Aktion, Reaktion und Wandel
Berlin: Duncker & Humblot 1999 (Ordo Politicus 33); 407 S.; 128, DM; ISBN 3-428-09165-5Politikwiss. Diss. Freiburg i. Br.; Gutachter: D. Oberndörfer. - Die Diskussion um die Family Values, die vor allem in dem Präsidentschaftswahlkampf von 1992 und in den Kongreßwahlen von 1994 eine herausgehobene Rolle spielte, bietet ein Beispiel für den Stellenwert von moralischen und religiösen Themen in dem politischen Prozeß der USA. Die Untersuchung von Sterr zeigt, daß er sich aber nicht allein mit dem Hinweis auf die politische Kultur erklären läßt - ebensowenig wie die politischen Erfolge der Christian Right. Zur Durchsetzung solcher Themen ist es für die Akteure erforderlich, daß sie sich an die Eigenarten des politischen Systems anzupassen verstehen. Auf dieser Transformation der Christian Right von einer sozialen Protestbewegung zu einem erfolgreichen politischen Akteur liegt der Schwerpunkt der Analyse von Sterr. Er schildert die Voraussetzungen sowie die Maßnahmen, die zur Anpassung an das System geführt haben und es der Christian Right ermöglichen, in den 90er Jahren ihren Einfluß in der Partei der Republikaner geltend zu machen.
Inhaltsübersicht: B. Von der "Old Religious Right" zur "Christian Right" (1920-1979); C. Das Heilige und das Profane: Aktion und Transformation der Christian Right in den 80er Jahren; D. Kontinuität und Wandel: Die Transformation der Christian Right in den 90er Jahren.
Oliver Lembcke (OL)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.64 | 2.23
Empfohlene Zitierweise: Oliver Lembcke, Rezension zu: Martin Sterr: Lobbyisten Gottes - Die Christian Right in den USA von 1980 bis 1996. Berlin: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5883-lobbyisten-gottes---die-christian-right-in-den-usa-von-1980-bis-1996_7693, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 7693
Rezension drucken
Dr., Politikwissenschaftler.
CC-BY-NC-SA