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/ 21.06.2013
Nadja Charaby

Die laotisch-vietnamesischen Beziehungen. Kontinuität und Wandel

Berlin: Logos Verlag 2006 (Berliner Südostasien-Studien 7); 171 S.; 40,50 €; ISBN 978-3-8325-1412-9
Magisterarbeit HU Berlin; Betreuer: V. Houben, M. Großheim. – Um Einblick in das Verhältnis zwischen Laos und Vietnam zu gewähren, beschreibt Charaby dessen historische Entwicklung. Der französische Kolonialismus habe die Beziehungen, in den Kategorien von Nationalstaaten denkend, entscheidend geprägt und erhebliche Veränderungen der präkolonialen Machtkonstellationen des südostasiatischen Festlandes mit sich gebracht, so die These der Autorin. Dieser Wandel habe eine Kontinuität bewirkt, die bis heute, allerdings in anderer Form, fortbesteht. Charaby schildert, wie das in „Französisch Indochina“ gelegte Fundament einer laotisch-vietnamesischen Beziehung im Laufe der folgenden Jahrhunderte diverse qualitative Veränderungen erfuhr, die durch historische Brüche und politische Paradigmenwechsel bedingt waren. Dennoch propagierten die laotische und die vietnamesische Regierung den Fortbestand ihrer traditionellen Freundschaft, ihrer „‚besonderen Beziehungen’“, die „noch immer Bestandteil der politischen Praxis sind“ (146), auch wenn die aktuellen politischen Entwicklungen in Südostasien diesen Bekundungen eher zu widersprechen scheinen.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 4.222.682.25 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Nadja Charaby: Die laotisch-vietnamesischen Beziehungen. Berlin: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28611-die-laotisch-vietnamesischen-beziehungen_33723, veröffentlicht am 04.04.2008. Buch-Nr.: 33723 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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