/ 18.06.2013
Nicole Schley / Sabine Busse
Die Kriege der USA. Chronik einer aggressiven Nation
München: Diederichs 2003; 272 S.; geb., 19,95 €; ISBN 3-7205-2474-4In standardisierter Form stellen die Autorinnen Informationen zu den Hintergründen, zur Vorgeschichte und zum Verlauf der wichtigsten kriegerischen Konflikte vor, an denen die USA seit ihrer Gründung beteiligt waren. Der Schwerpunkt liegt auf der reinen Faktenvermittlung. Vor jedem Artikel werden in Form einer kleinen Tabelle grundlegende Daten zum jeweiligen Konflikt zusammengefasst. Anders als der etwas reißerische Untertitel vermuten lässt, ist der Ton der Darstellung weder ideologisch gefärbt noch polemisch, sondern sehr sachlich. Zwar schreiben die Autorinnen in ihrer kurzen Einleitung, dass sich kriegerische Auseinandersetzungen wie ein roter Faden durch die amerikanische Geschichte ziehen. Im Hauptteil werden aber bis auf lexikonartige Querverweise keine Zusammenhänge zwischen den einzelnen Konflikten hergestellt und es werden keine langfristigen Tendenzen der amerikanischen Außenpolitik identifiziert. Die Einbeziehung des Kalten Krieges in ihre Aufzählung erstaunt etwas. Sie wird auch nicht besonders begründet. Trotzdem ist das Buch als erste Informationsquelle durchaus nützlich.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.22 | 2.64 | 4.41
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Nicole Schley / Sabine Busse: Die Kriege der USA. München: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19906-die-kriege-der-usa_23169, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 23169
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M. A., Politikwissenschaftler.
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