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/ 04.06.2013
Elmar Römpczyk

Biopolitik - Der Reichtum des Südens gegen Technik und Kapital des Nordens. Ein Konflikt mit Lösungschancen

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 1998; 123 S.; brosch., 38,- DM; ISBN 3-7890-5143-8
Ausgehend von einem Problemaufriß legt der Autor, derzeit Umweltkoordinator der Friedrich-Ebert-Stiftung, die Interessenkonstellationen in der internationalen Biopolitik dar. Obwohl eng mit dem klassischen Nord-Süd Konflikt verbunden, beschreibt er die Biodiversitäts-Debatte als strukturell neuartiges Problemfeld, in dem die Hauptkonfliktlinie zwischen den einflußreichen transnationalen Konzernen des Nordens und den indigenen Völkern des Südens verläuft. Trotz des dringenden Handlungsbedarfs und obwohl der Konflikt formell durch internationale Konventionen verregelbar erscheint, verhindern die verschachtelten ökonomischen und politischen Interessenlagen bislang tragfähige Übereinkünfte. Diskutiert werden sowohl die ökonomische als auch die politische Dimension dieses Problems, ergänzt durch eine knappe Fallstudie aus Lateinamerika (Chile). Die Arbeit mündet in eine Aufstellung und Bewertung mehrerer biopolitischer Handlungsperspektiven auf individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene. Im Anhang findet sich zusätzlich ein Adressenregister wichtiger biopolitischer Institutionen.
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.454.44 Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Elmar Römpczyk: Biopolitik - Der Reichtum des Südens gegen Technik und Kapital des Nordens. Baden-Baden: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5961-biopolitik---der-reichtum-des-suedens-gegen-technik-und-kapital-des-nordens_8114, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 8114 Rezension drucken
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