/ 11.06.2013
Bruno Kaltenborn
Reformkonzepte für die Sozialhilfe: Finanzbedarf und Arbeitsmarkteffekte
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2000; 280 S.; ISBN 3-7890-6651-6Diss. Mainz. - Überlegungen zur Reform des Sozialhilfesystems in der Bundesrepublik werden gegenwärtig - mit zum Teil sehr unterschiedlicher politischer Intention - von Parteien und Verbänden angestellt. Die Studie entwickelt eine Abschätzung der fiskalischen wie der arbeitsmarktpolitischen Folgen einer repräsentativen Auswahl aktueller Reformvorschläge. Zu den behandelten Modellen zählen - neben Niveauvarianten der bestehenden Sozialhilfe - u. a. Vorschläge der Bundesvereinigung der Deutschen A...
Bruno Kaltenborn
Reformkonzepte für die Sozialhilfe: Finanzbedarf und Arbeitsmarkteffekte
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2000; 280 S.; brosch., 68,- DM; ISBN 3-7890-6651-6Diss. Mainz. - Überlegungen zur Reform des Sozialhilfesystems in der Bundesrepublik werden gegenwärtig - mit zum Teil sehr unterschiedlicher politischer Intention - von Parteien und Verbänden angestellt. Die Studie entwickelt eine Abschätzung der fiskalischen wie der arbeitsmarktpolitischen Folgen einer repräsentativen Auswahl aktueller Reformvorschläge. Zu den behandelten Modellen zählen - neben Niveauvarianten der bestehenden Sozialhilfe - u. a. Vorschläge der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, von SPD, PDS, Bündnis 90/Die Grünen und dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. Als Datengrundlage dient das sozio-ökonomische Panel, das der Autor einerseits im Rahmen eines eigenen Modells zur Mikrosimulation des deutschen Steuer-Transfer-Systems (fiskalische Effekte), andererseits anhand ökonometrischer Schätzungen (Arbeitsmarkteffekte) prognostisch auswertet. Die wesentliche Leistung dieser Studie ist die vergleichende Modellanalyse auf einheitlicher methodischer Basis; dementsprechend großen Raum nehmen Entwicklung ökonometrischer Analysen (85 ff.) und Dokumentation der spezifischen Simulationen ein (193 ff.).
Inhaltsübersicht: 2. Gegenwärtiges Grundsicherungssystem: Sozialhilfe: 2.1 Ausgestaltung; 2.2 Inanspruchnahme. 3. Reformvarianten für die Sozialhilfe: 3.1 Niveauvariationen der Sozialhilfe; 3.2 Negative Einkommensteuer (NIT); 3.3 Bundesministerium für Gesundheit (BMG); 3.4 Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA); 3.5 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD); 3.6 Bündnis 90/Die Grünen (Grüne); 3.7 Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS); 3.8 Paritätischer Wohlfahrtsverband (DPWV). 4. Theoretische Analyse der Arbeitsangebotswirkungen einer Grundsicherung: 4.1 Arbeitsangebotsmodell mit Lohnsteuer und Grundsicherung; 4.2 Reaktion des Arbeitsangebots auf institutionelle Änderungen der Grundsicherung; 4.3 Graphische Illustration. 5. Datengrundlage und Simulation des Steuer-Transfer-Systems: 5.1 Datengrundlage für die empirische Analyse; 5.2 Mikrosimulation des deutschen Steuer-Transfer-Systems. 6. Deskriptive Analyse des Haushaltsnettoeinkommens bei Variation der Arbeitszeit: 6.1 Konstruktion von Fallbeispielen; 6.2 Tatsächliche Entwicklung von 1986 bis 1999; 6.3 Haushaltsnettoeinkommen bei Geltung alternativer Reformvarianten für die Sozialhilfe. 7. Quantifizierung der Determinanten von Arbeitsmarktpartizipation und Erwerbsumfang: 7.1 Literaturüberblick; 7.2 Methodik der eigenen Schätzungen; 7.3 Ergebnisse der eigenen Schätzungen. 8. Fiskalische Konsequenzen und Arbeitsmarkteffekte alternativer Reformvarianten für die Sozialhilfe: 8.1 Arbeitsmarkteffekte; 8.2 Fiskalische Konsequenzen.
Thomas Mirbach (Mir)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.342
Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Bruno Kaltenborn: Reformkonzepte für die Sozialhilfe: Finanzbedarf und Arbeitsmarkteffekte Baden-Baden: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12870-reformkonzepte-fuer-die-sozialhilfe-finanzbedarf-und-arbeitsmarkteffekte_15416, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 15416
Rezension drucken
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
CC-BY-NC-SA