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/ 11.06.2013
Manfred P. Emmes

Die Außenpolitiken der USA, Japans und Deutschlands im wechselseitigen Einfluß von der Mitte des 19. bis Ende des 20. Jahrhunderts

Münster: Lit 2000 (Studien zur Politikwissenschaft. Abteilung B 91); 256 S.; ISBN 3-8258-4595-8
Dieses Buch hat sich zum Ziel gesetzt, nicht nur die Außenpolitiken der Vereinigten Staaten, Deutschlands und Japans in den vergangenen 200 Jahren nachzuzeichnen, sondern postuliert darüber hinaus, dass diese drei Staaten bezüglich ihrer Außenbeziehungen eine "Triaden-Staatenbeziehung" (1) bilden. Leider bleibt der Autor die Erklärung schuldig, welche Faktoren dieses Interaktionsmuster konstituieren und warum die von ihm unterstellte Triade so bemerkenswert in den internationalen Beziehungen sei...
Manfred P. Emmes

Die Außenpolitiken der USA, Japans und Deutschlands im wechselseitigen Einfluß von der Mitte des 19. bis Ende des 20. Jahrhunderts

Münster: Lit 2000 (Studien zur Politikwissenschaft. Abteilung B 91); 256 S.; brosch., 48,80 DM; ISBN 3-8258-4595-8
Dieses Buch hat sich zum Ziel gesetzt, nicht nur die Außenpolitiken der Vereinigten Staaten, Deutschlands und Japans in den vergangenen 200 Jahren nachzuzeichnen, sondern postuliert darüber hinaus, dass diese drei Staaten bezüglich ihrer Außenbeziehungen eine "Triaden-Staatenbeziehung" (1) bilden. Leider bleibt der Autor die Erklärung schuldig, welche Faktoren dieses Interaktionsmuster konstituieren und warum die von ihm unterstellte Triade so bemerkenswert in den internationalen Beziehungen sein soll. Die von ihm genannten Kriterien für den Triadencharakter der drei Außenpolitiken, nämlich "ihre wechselseitige Verwobenheit, Verstricktheit, Widersprüchlichkeit in den aufeinanderbezogenen Verbindungen" (1), sind Charakteristika von zahllosen bi- und multilateralen Beziehungen in der Weltpolitik und damit keine hinreichenden Kriterien zur Analyse seines Untersuchungsgegenstandes. Die jeweiligen bilateralen Beziehungen zu skizzieren reicht eben nicht, um von einer Form des Trilateralismus sprechen zu können. Das Fehlen dieses theoretischen Bezugsrahmens prägt das gesamte Buch: Da werden ohne Begründung die USA, die Bundesrepublik und Japan zu den "drei als maßgeblich erachteten Hauptakteuren der Welt" (1) erklärt; dann kündigt der Autor einen "deutschen Blickwinkel" an, den er aber nicht bezieht und der sich für seinen Untersuchungsgegenstand auch nicht eignet. Schließlich hält er bereits eine temporäre Interessenkongruenz von Staaten für ein Kennzeichen besonderer Beziehungen. Dieses Manko schlägt sich auch in einer völlig unklaren und kaum begründbaren Gliederung des Buches nieder. Inhaltsübersicht: I. Einleitung: Schicksalsgemeinschaft im Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz; II. Abriß der neueren Geschichte der USA; III. Die Grundlinien der japanischen Geschichte in der Neuzeit; IV. Grundzüge der Außenpolitik Deutschlands; V. Vergleichende Übersicht und Schlußbetrachtungen.
Markus Kaim (MK)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik", Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin.
Rubrizierung: 4.224.212.312.642.68 Empfohlene Zitierweise: Markus Kaim, Rezension zu: Manfred P. Emmes: Die Außenpolitiken der USA, Japans und Deutschlands im wechselseitigen Einfluß von der Mitte des 19. bis Ende des 20. Jahrhunderts Münster: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12396-die-aussenpolitiken-der-usa-japans-und-deutschlands-im-wechselseitigen-einfluss-von-der-mitte-des-19-bis-ende-des-20-jahrhunderts_14807, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 14807 Rezension drucken
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