/ 11.06.2013
Claudia Taps
Bürgergesellschaft - Politische Freiheit im Zeitalter ökonomischen Umbruchs. Theoretische Konzeptionen zur strukturellen Veränderung moderner Gesellschaften und empirische Erfahrungen mit Non-Governmental Organizations hinsichtlich gesellschaftlicher Inklusionsprozesse am Beispiel der USA
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2000 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XXXI, Politikwissenschaft 399); 231 S.; ISBN 3-631-35633-1Diss. Berlin. - Mit dem steigenden Einfluss neoliberaler Vorstellungen geht in vielen europäischen Ländern und den USA ein Abbau sozialer Leistungen einher. Zunehmend werden diese auch von Gegenleistungen der Leistungsempfänger abhängig gemacht. Zugleich ist immer häufiger eine Einstellung zu finden, die diesem Personenkreis eine persönliche Verantwortung für oder gar die Schuld an ihrer Lebenssituation zuspricht, ohne strukturelle Faktoren mit zu bedenken. Vor diesem Hintergrund untersucht die ...
Claudia Taps
Bürgergesellschaft - Politische Freiheit im Zeitalter ökonomischen Umbruchs. Theoretische Konzeptionen zur strukturellen Veränderung moderner Gesellschaften und empirische Erfahrungen mit Non-Governmental Organizations hinsichtlich gesellschaftlicher Inklusionsprozesse am Beispiel der USA
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2000 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XXXI, Politikwissenschaft 399); 231 S.; brosch., 69,- DM; ISBN 3-631-35633-1Diss. Berlin. - Mit dem steigenden Einfluss neoliberaler Vorstellungen geht in vielen europäischen Ländern und den USA ein Abbau sozialer Leistungen einher. Zunehmend werden diese auch von Gegenleistungen der Leistungsempfänger abhängig gemacht. Zugleich ist immer häufiger eine Einstellung zu finden, die diesem Personenkreis eine persönliche Verantwortung für oder gar die Schuld an ihrer Lebenssituation zuspricht, ohne strukturelle Faktoren mit zu bedenken. Vor diesem Hintergrund untersucht die Autorin, inwieweit erst die Möglichkeit, soziale Rechte einfordern zu können, die bürgerlichen Rechte garantiert. Denn Freiheit (i. S. der freien Verwirklichung des je eigenen Lebensentwurfes) basiere immer auch auf Chancengleichheit, die wiederum von Gerechtigkeitsgrundsätzen abhänge (9). Dazu untersucht sie diese Thematik zunächst theoretisch und diskutiert dabei verschiedene Auffassungen von politischer Freiheit, unterschiedliche (neuere) Wohlfahrtskonzeptionen in mehreren Ländern sowie das Modell der Bürgergesellschaft. Der empirische Teil befasst sich zunächst mit den jüngsten Entwicklungen und Ursachen der Armut in den USA und kommt zu dem Ergebnis, dass hier "das Fehlen sozialer Rechte grundlegend für den gesellschaftlichen Ausschluß ist" (11). Abschließend untersucht sie exemplarisch anhand einer Bostoner Initiative die Eignung von "Neighborhood Initiatives", die in den USA eine lange Tradition haben, für eine Lösung der Probleme.
Inhaltsübersicht: 2. Theoretische Konzeptionen zur rechtlichen Legitimierung einer bürgerlichen Gesellschaft; 3. Armut und Sozialpolitik in den USA; 4. Neighborhood Initiatives - Abstellgleis amerikanischer Sozialpolitik oder Chance für einen Gesellschaftswandel?
Silke Becker (Be)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.23 | 2.64
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Claudia Taps: Bürgergesellschaft - Politische Freiheit im Zeitalter ökonomischen Umbruchs. Frankfurt a. M. u. a.: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12525-buergergesellschaft---politische-freiheit-im-zeitalter-oekonomischen-umbruchs_14978, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 14978
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA