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Peter Siller / Gerhard Pitz (Hrsg.)

Zukunft der Programmpartei. Politik zwischen Programmatik und Pragmatik

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2002; 248 S.; brosch., 45,- €; ISBN 3-7890-8038-1
In den letzten Jahren haben die im Bundestag vertretenen Parteien und die PDS entweder ihre Arbeit an einem neuen Grundsatzprogramm abgeschlossen (Grüne, FDP) oder diskutieren ein solches, sei es in Programmkommissionen (SPD, PDS), sei es in anderer Form (CDU). Dies nahm die Heinrich-Böll-Stiftung zum Anlass, den Stellenwert von Grundsatzprogrammen von unterschiedlicher Seite zu beleuchten. Auf einem Kongress im Dezember 2000 diskutierten Praktiker, Wissenschaftler, Journalisten und Literaten die verschiedenen Facetten von Parteiprogrammen, ihre Inhalte und ihre sowohl innerparteiliche als auch nach außen gerichtete Wirkung. In diesem Band werden sowohl die Referate als auch die Diskussionsrunden dokumentiert. Der Epilog bezieht nachträglich die Frage ein, welche Konsequenzen aus den Ereignissen des 11. September 2001 zu ziehen sind. Inhalt: I. Prolog: Peter Siller: Neue Grundsätzlichkeit (11-30). II. Die neue Unübersichtlichkeit: Sind die Programmparteien am Ende? Heiner Geißler: Anhängerschaft, Markt und Partizipation (33-42); Richard Herzinger: Republik ohne Mitte (43-47); Reinhard Bütikofer: Anforderungen an eine moderne Programmpartei (49-54). III. Digital ist besser: Wie politisch ist die Popkultur? Feridun Zaimoglu: Knabenwindelprosa (65-67); Jan Joswig: Das Regime und der Club. Störe meine Kreise nicht (69); Eckhart Nickel: Die Musik zum Filmriss (71-72); Rupprecht Podszun: Die neue Indifferenz. Über die Rolle des Pop beim Verfall der Politik (73-81); Niombo Lomba: Von Parteisoldaten und Partylöwen (83-87); Aram Limtzel: Bilder vom besseren Leben. Die Grünen und der Pop (89-91). IV. Heimatlosigkeit der Politik: Haben die Parteien ihren Kompass verloren? Tobias Dürr: Zurück zur Provinz (113-126); Ralf Fücks: Jenseits von Utopismus und Pragmatismus. Die Grünen als Projekt-Partei (127-131); Carolin Emcke: Ohne falsche Versprechungen (133-142). V. Alles bleibt anders: Wie sehen die Parteiprogramme der Zukunft aus? Ute Vogt: Die Orientierungssuche organisieren (155-157); Hildegard Müller: Programmatik und Pragmatik verbinden (159-161); Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: Handlungsfähigkeit und Toleranz (163-165); Renate Künast: Freiheit und Verantwortung (167-169). VI. Gerechtigkeit für alle: Welches programmatische Potenzial hat der Gerechtigkeitsbegriff? Axel Honneth: Identitätsfindung durch einen erweiterten Gerechtigkeitsbegriff. Sozialphilosophische Überlegungen zum Grundsatzprogramm der Grünen (197-209); Simone Dietz: Was ist gerecht? (211-221); Wolfgang Thierse: Die Grundwerte werden Maßstab bleiben (223-233). VII. Epilog: Rezzo Schlauch / Peter Siller: Blick zurück nach vorne. Programmatik nach dem 11. September (237-245).
Julia von Blumenthal (JB)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
Rubrizierung: 2.331 | 2.35 Empfohlene Zitierweise: Julia von Blumenthal, Rezension zu: Peter Siller / Gerhard Pitz (Hrsg.): Zukunft der Programmpartei. Baden-Baden: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/8831-zukunft-der-programmpartei_20346, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20346 Rezension drucken