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Karl Engelhard

Südkorea. Vom Entwicklungsland zum Industriestaat

Münster u. a.: Waxmann Verlag 2004; 399 S.; brosch., 29,80 €; ISBN 3-8309-1404-0
Welche Chancen und Hemmnisse haben den Wandel Südkoreas von einem traditionellen Agrarland zu einer modernen Industriegesellschaft beeinflusst? Der Geograf Engelhard verbindet in seiner Analyse naturräumliche Faktoren, ökonomische Grundlagen, ökologische Herausforderungen und gesellschaftlich-kulturelle Probleme miteinander. Auch die Geschichte des Landes, seine Rolle „im Schnittpunkt der Weltpolitik“ (69) während des Kalten Krieges sowie die veränderten internationalen Rahmenbedingungen fließen in seine Betrachtung ein, sodass ein detailliertes Bild Südkoreas entsteht. Mit Blick auf das Konzept der nachhaltigen Entwicklung beurteilt Engelhard den südkoreanischen Entwicklungsweg insgesamt als „ein Musterbeispiel für einen erst nachträglich und auch nur zögerlich einsetzenden ökologisch orientierten Wirtschaftswandel“ (378). Die Entwicklungsbedingungen seien aber so spezifisch, dass Südkorea nicht als nachahmenswertes Modell für andere Entwicklungsländer gelten könne.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.68 | 2.2 | 2.21 | 2.262 | 4.22 | 4.41 | 2.22 | 2.261 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Karl Engelhard: Südkorea. Münster u. a.: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/22283-suedkorea_25418, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25418 Rezension drucken