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James Risen

State of War. Die geheime Geschichte der CIA und der Bush-Administration. Deutsch von Norbert Juraschitz, Friedrich Pflüger und Heike Schlatterer

Hamburg: Hoffmann und Campe 2006; 255 S.; 19,95 €; ISBN 3-455-09522-4
Das Buch des Journalisten Risen löste in den USA Ende 2005 mit den kurz zuvor von ihm in der New York Times veröffentlichten Artikeln über die US-internen Abhörmaßnahmen der National Security Agency ein gewaltiges Medienecho aus. Dieser Aspekt US-amerikanischer Geheimdiensttätigkeit ist jedoch nur ein Teil der Themen, die Risen anspricht. Er beschäftigt sich auch mit der Frage nach den Geheimdienstinformationen über vermeintliche Massenvernichtungswaffen im Irak sowie den Beziehungen der USA zu Saudi-Arabien und zum Iran. Problematisch ist dabei, dass Risen keinerlei Quellen für die von ihm interviewten Personen angibt und die öffentlich zugängliche Literatur äußerst selektiv nutzt. Zudem lässt er politische Rahmenbedingungen, wie beispielsweise das nicht immer spannungsfreie Verhältnis der CIA zu Washingtons politischen Führungen jeglicher Couleur, außer Acht und neigt dazu, eine möglichst negative Lesart der Entscheidungen und Debatten innerhalb der Geheimdienste zu präsentieren. Für wissenschaftliche Zwecke ist sein Buch deshalb unbrauchbar.
Lars Berger (LB)
Dr., Lecturer in Middle Eastern Politics and History, University of Salford.
Rubrizierung: 4.22 | 2.64 | 2.24 | 2.21 | 4.41 | 2.68 Empfohlene Zitierweise: Lars Berger, Rezension zu: James Risen: State of War. Hamburg: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/25792-state-of-war_29939, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29939 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken