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Johann Dvořák (Hrsg.)

Staat, Universität, Forschung und Hochbürokratie in England und Österreich im 19. und 20. Jahrhundert

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2008 (Wiener Moderne 1); 174 S.; brosch., 39,- €; ISBN 978-3-631-50286-0
Der Herausgeber nimmt das österreichische Universitätsgesetz von 2002 zum Anlass, in grundsätzlicher Weise nach der sozialen Funktion von Universitäten und ihrem Beitrag zur Modernisierung der Gesellschaft zu fragen. In insgesamt vier Aufsätzen werden die Zusammenhänge von der Organisation des Staates mit der der Universitäten sowie von der Entwicklung von Forschung und Wissenschaft mit den sich vollziehenden wirtschaftlichen und politischen Veränderungen untersucht. Dies geschieht in vornehmlich historischer Perspektive, als exemplarischer Vergleichsfall dient England. Über die aktuelleren forschungspolitischen Entwicklungen in Österreich informiert Norbert Rozsenich. Etwas anders akzentuiert ist der Beitrag von Karl Müller; er stellt eine netzwerktheoretische Skizze zur Erklärung der Ko-Evolutionen von Staat, Wirtschaft, Universitäten und gesellschaftlichen „Wissensbasen“ (115) vor und wendet diese auf die Entwicklung in Österreich seit 1918 an. Müller identifiziert vier Etappen, wobei er die gegenwärtige Phase der supra-nationalen Netzwerkbildung als eine „grundlegende Metamorphose unter dem Titel vom Kontroll- und Herrschaftsstaat zum Koordinations- und Servicestaat“ (158) kennzeichnet.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.263 | 2.21 | 2.4 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Johann Dvořák (Hrsg.): Staat, Universität, Forschung und Hochbürokratie in England und Österreich im 19. und 20. Jahrhundert Frankfurt a. M. u. a.: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/29044-staat-universitaet-forschung-und-hochbuerokratie-in-england-und-oesterreich-im-19-und-20-jahrhundert_34301, veröffentlicht am 11.06.2008. Buch-Nr.: 34301 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken