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Hans Otto Lenel / Helmut Gröner / Walter Hamm / Ernst Heuß / Erich Hoppmann / Ernst-Joachim Mestmäcker / Wernhard Möschel / Josef Molsberger / Peter Oberender (Hrsg.)

Soziale Marktwirtschaft: Anspruch und Wirklichkeit seit fünfzig Jahren

Stuttgart: Lucius & Lucius 1998 (ORDO: Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft 48); XII, 809 S.; geb., 138,- DM; ISBN 3-8282-0038-9
Vor dem Hintergrund der klassischen Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft bei Walter Eucken, Wilhelm Röpke und Ludwig Erhard suchen die Autoren Antworten auf die aktuellen ordnungspolitischen Herausforderungen, mit denen die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland angesichts "einer unerträglichen Arbeitslosigkeit" und "einer tiefen moralischen und ordnungspolitischen Krise des Fiskal- und Sozialstaates" (V) nach Ansicht der Schriftleitung des Bandes heute konfrontiert ist. Neben aktuellen Beiträgen findet der Leser zwei ältere Arbeiten aus der Feder Euckens und Röpkes, in denen die Grundzüge des Konzepts einer Sozialen Marktwirtschaft entwickelt werden. Der Text Röpkes aus dem Jahre 1953 wird hier zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Inhalt: I. Zur Einführung: Walter Eucken: Staatliche Strukturwandlungen und die Krisis des Kapitalismus (5-24); Wilhelm Röpke: Kernfragen der Wirtschaftsordnung (27-64); Hans Willgerodt: Von der Sozialen Marktwirtschaft zum demokratischen Sozialismus - ein Nachwort zu: Wilhelm Röpke, Kernfragen der Wirtschaftsordnung (65-82). II. Wandel der Ordnungspolitik: Hans Otto Lenel: Ordnungspolitische Kursänderungen (85-98); Otto Schlecht: Das Bundesministerium für Wirtschaft und die deutsche Ordnungspolitik der Nachkriegszeit (99-117); Rolf Peffekoven: Finanzpolitik im Konflikt zwischen Effizienz und Distribution (119-136); Ernst Heuß: Die Deformation der Marktwirtschaft durch die Wohlfahrtspolitik (137-146); Gernot Gutmann: Der Stellenwert der Ordnungspolitik bei der deutschen Wiedervereinigung (147-163). III. Primat der Geldpolitik für die Wettbewerbsordnung: Otmar Issing: Geldwertstabilität als ordnungspolitisches Problem (167-178); Hans J. Thieme: Geldpolitik in Deutschland: Anspruch und Wirklichkeit (179-198). IV. Prinzipien und Widersprüche der deutschen Wettbewerbsordnung: Juergen B. Donges: Die Wirtschaftspolitik im Spannungsverhältnis von Regulierung und Deregulierung (201-217); Ulrich Fehl / Carsten Schreiter: Ordnungspolitische Kurswechsel in der Wettbewerbspolitik (219-240); Wernhard Möschel: Die Unabhängigkeit des Bundeskartellamtes (241-251); Günter Knieps: Ansätze für eine 'schlanke' Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation in Deutschland (253-268); Helmut Gröner: Die Energiepolitik im ordnungspolitischen Zwiespalt (269-284); Rainer Willeke: Verkehrsmarktordnung - eine unvollendete Reform (285-308); Walter Hamm: Das Elend der Wohnungspolitik: Ursachen und Auswege (309-326); Johann Eekhoff / Dominik Enste / Axel Wehmeier: Bildungs- und Forschungspolitik im weltweiten Standortwettbewerb (327-340); Ulrich Koester: Agrarpolitik im Dauerkonflikt mit Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft (341-362); Andreas Knorr: Die Entwicklung der Umweltpolitik aus ordnungspolitischer Sicht (363-381). V. Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in der Wettbewerbsordnung: Egon Görgens: Arbeitsmarktinstitutionen und Beschäftigung in Deutschland (385-410); Norbert Berthold / Rainer Fehn: Aktive Arbeitsmarktpolitik - wirksames Instrument der Beschäftigungspolitik oder politische Beruhigungspille? (411-435); Dieter Reuter: Die Praxis des Arbeitsrechts - eine Achillesferse der Sozialen Marktwirtschaft (437-464); Peter Oberender / Stefan Okruch: Die Entwicklung der Sozialpolitik aus ordnungspolitischer Sicht (465-482); Wolfgang Gitter / Gabriele Köhler-Fleischmann: Sozialordnung und Rechtsprechung (483-503); Hans G. Glismann / Ernst-Jürgen Horn: Alterssicherung in Deutschland: Primat des Interventionismus? (505-527); Hans-Günter Krüsselberg: Über die Bedeutung von Familie und Familienpolitik in einer Sozialen Marktwirtschaft (529-546). VI. Deutsche Ordnungspolitik im internationalen Zusammenhang: Josef Molsberger / Bernhard Duijm: Deutsche Wirtschaftsordnung und internationales Handelssystem (549-572); Heinz-Dieter Smeets: Internationales Währungssystem und deutsche Wirtschaftspolitik (573-594); Bernhard Herz: Geld- und Währungspolitik in der Europäischen Währungsunion (595-613); Rolf H. Hasse: Theoretische Defizite und normative Überschüsse: Zur Analyse der Budgetkriterien des Vertrages von Maastricht (615-635); Bernhard Duijm: Die deutsche Politik gegenüber Entwicklungsländern: Einige ordnungspolitische Anmerkungen (637-652). VII. Verbände und Wettbewerbsordnung: Karl-Hans Hartwig: Wirtschaftsverbände und Soziale Marktwirtschaft (655-675); Werner Dichmann: Gewerkschaften und Tarifautonomie in ordnungspolitischer und evolutorischer Hinsicht (677-704). VIII. Gesellschaftliche Wertorientierungen und Wettbewerbsordnung: Viktor Vanberg: Die normativen Grundlagen von Ordnungspolitik (707-726); Alfred Schüller: Die Kirchen und die Wertgrundlagen der Sozialen Marktwirtschaft (727-755); Manfred Spieker: Ordnungspolitik und katholische Kirche (757-777); Ernst Dürr: Die Enzyklika "Centesimus annus" und die Soziale Marktwirtschaft (779-785).
Michael Henkel (MH)
Priv.-Doz. DR., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.3 | 2.313 | 2.342 | 2.35 | 3.5 Empfohlene Zitierweise: Michael Henkel, Rezension zu: Hans Otto Lenel / Helmut Gröner / Walter Hamm / Ernst Heuß / Erich Hoppmann / Ernst-Joachim Mestmäcker / Wernhard Möschel / Josef Molsberger / Peter Oberender (Hrsg.): Soziale Marktwirtschaft: Anspruch und Wirklichkeit seit fünfzig Jahren Stuttgart: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/7033-soziale-marktwirtschaft-anspruch-und-wirklichkeit-seit-fuenfzig-jahren_9413, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 9413 Rezension drucken