Skip to main content
Christian Kreutz

Protestnetzwerke. Eine neue Dimension transnationaler Zivilgesellschaft?

Münster: Lit 2003 (Region - Nation - Europa 23); II, 152 S.; brosch., 10,90 €; ISBN 3-8258-7069-3
Die Massenproteste anlässlich der Konferenz der Welthandelsorganisation (WTO) in Seattle 1999 fanden ein breites Medienecho. Sie lösten eine Debatte über neue Formen und Dimensionen der Zivilgesellschaft aus und hatten eine Protestserie in mehreren Städten zur Folge. Kreutz analysiert exemplarisch die hinter der Seattle-Veranstaltung stehenden Netzwerkstrukturen, die es den Akteuren ermöglichten, einen derartig umfassenden Protest zu organisieren. Der Autor gelangt zu einem zeitlichen Phasenmodell beim Aufbau dieser Netzwerke, zeigt Stärken und Schwächen der Netzwerkstrukturen auf und arbeitet die Bedeutung des Internets für die Organisation solcher Veranstaltungen heraus. Transnationale Protestnetzwerke werden an Bedeutung zunehmen und es werden sich neue Formen des Protestes entwickeln, so seine Prognosen. Dies sei eine Folge von internationalen Verflechtungen und Globalisierungsprozessen auch in anderen gesellschaftlichen Teilbereichen. Der sehr ausführliche Anhang enthält zahlreiche Internetlinks und Aufrufe sowie Erklärungen.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.2 | 2.22 | 4.43 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Christian Kreutz: Protestnetzwerke. Münster: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/22003-protestnetzwerke_25079, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25079 Rezension drucken