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Traugott Roser

Protestantismus und Soziale Marktwirtschaft. Eine Studie am Beispiel Franz Böhms

Münster: Lit 1998 (Entwürfe zur christlichen Gesellschaftswissenschaft 6); X, 368 S.; 59,80 DM; ISBN 3-8258-3445-X
Ev.-Theol. Diss. München. - Gemäß Roser hat die Soziale Marktwirtschaft protestantische Wurzeln, haben Protestanten ohne kirchliches Amt ("Laienchristen") zum Entstehen des Konzepts entscheidend beigetragen. Es wurde wesentlich durch die Arbeiten der "Freiburger Kreise" - einer Gruppe von Ökonomen, Juristen und Theologen, die größtenteils Protestanten waren - geprägt. Hierzu zählte auch Böhm. Als CDU-Bundestagsabgeordneter, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates am Bundeswirtschaftsministerium und Berater Ludwig Erhards hat der Wirtschaftsjurist die Entstehung der Sozialen Marktwirtschaft entscheidend mitgeprägt. Der Autor bezeichnet ihn als eine "exemplarische Gestalt eines Laienchristentums" (10). Roser (Pfarrer in Bayern) spürt Bezüge in der Biographie Böhms in Verbindung zu seinem wissenschaftlichen Werk auf, um dessen Motivationen deutlich werden zu lassen. Inhaltsübersicht: A. Einführung: "Protestantische Wurzeln der Sozialen Marktwirtschaft" - von der Wiederentdeckung einer vergessenen wirtschaftsliberalen Tradition im Protestantismus; B. Gelebtes Christentum - Biographische Schlaglichter zum Protestanten Franz Böhms; C. "Wirtschaftsordnung unter dem evangelischen Aspekt" - zur wirtschaftsrechtlichen Konzeption Franz Böhms.
Sabine Steppat (Ste)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.342 | 2.35 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Traugott Roser: Protestantismus und Soziale Marktwirtschaft. Münster: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/4500-protestantismus-und-soziale-marktwirtschaft_6314, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 6314 Rezension drucken