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Otto J. Reigl

Plädoyer für eine neue Finanzverfassung der EU

Marburg: Tectum Verlag 2007; 101 S.; 24,90 €; ISBN 978-3-8288-9427-3
Vor dem Hintergrund des Beschlusses des Europäischen Rates vom Dezember 2005, das gesamte Einnahmen- und Ausgabensystem der EU bis zum Jahr 2009 auf den Prüfstand zu stellen, nähert man sich dem Buch mit der Erwartung, es wolle gegebenenfalls einen neuen Beitrag zu dieser Diskussion leisten. Reigl entwickelt mit seinem „Plädoyer“ jedoch weniger eine eigene Idee einer zukünftigen europäischen Finanzverfassung, sondern stellt die Entwicklung des bisherigen Finanzsystems der EU dar und gibt die wichtigsten Reformvorschläge wieder. Mit seinen eigenen Empfehlungen bewegt er sich im Rahmen der altbekannten Reformvorschläge: nationale Kofinanzierung der Agrarpolitik, Abschaffung des Britenrabatts, mehr Wettbewerb statt Regionalausgleich in der Strukturpolitik, Ablehnung einer EU-Steuer und einer Verschuldungskompetenz für die Europäische Union, keine Änderung, aber eine objektive Betrachtung und damit eine Relativierung der deutschen Nettozahlerposition. Insofern bietet die Studie keine politisch interessanten Neuansätze. Das Buch eignet sich jedoch für diejenigen, die sich einen kompakten Überblick über das Thema EU-Finanzierung, ihre Reform und die Einigung über den EU-Finanzrahmen 2007-2013 verschaffen wollen.
Matthias Belafi (BEL)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 3.2 Empfohlene Zitierweise: Matthias Belafi, Rezension zu: Otto J. Reigl: Plädoyer für eine neue Finanzverfassung der EU Marburg: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/28679-plaedoyer-fuer-eine-neue-finanzverfassung-der-eu_33814, veröffentlicht am 07.04.2008. Buch-Nr.: 33814 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken