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Martin Führ / Kilian Bizer / Peter H. Feindt (Hrsg.)

Menschenbilder und Verhaltensmodelle in der wissenschaftlichen Politikberatung. Möglichkeiten und Grenzen interdisziplinärer Verständigung

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2007 (Interdisziplinäre Studien zu Recht und Staat 43); 216 S.; brosch., 44,- €; ISBN 978-3-8329-2563-5
Das Verhalten von Individuen ist durch gesellschaftlich vermittelte Normen bestimmt, weshalb dieser normative Kontext für dessen Erklärung und Prognose von Bedeutung ist. Auf welche Menschenbilder und Verhaltensmodelle sich einzelne Disziplinen stützen und wie diese in der wissenschaftlichen Politikberatung wirken, ist Thema dieses auf interdisziplinäre Verständigung zielenden Bandes. Während sich für die Rechtswissenschaft bisher kein konsistentes Modell zur Analyse der Wirksamkeit von Rechtsnormen entwickelt hat, ist in der Wirtschaftswissenschaft das Bild des homo oeconomicus vorherrschend. In der Politikwissenschaft gilt der akteurzentrierte Institutionalismus als einflussreicher Ansatz. Am Beispiel der Reform der Agrarpolitik, des Steuerzahlverhaltens sowie der Eigenverantwortung im Umweltbereich werden der Nutzen und Erklärungsgehalt unterschiedlicher Verhaltensmodelle diskutiert. Hieraus „Bausteine zu einem integrierten Verhaltensmodell“ (15) zusammenzutragen, ist das Ziel der Herausgeber. Vorgeschlagen wird ein institutionenanalytisches Verhaltensmodell, das mittels einer „Stufen-Heuristik“ (47) anzuwenden wäre.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.2 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Martin Führ / Kilian Bizer / Peter H. Feindt (Hrsg.): Menschenbilder und Verhaltensmodelle in der wissenschaftlichen Politikberatung. Baden-Baden: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/27757-menschenbilder-und-verhaltensmodelle-in-der-wissenschaftlichen-politikberatung_32598, veröffentlicht am 27.03.2008. Buch-Nr.: 32598 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken