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Anette Baldauf / Katharina Weingartner (Hrsg.)

Lips, Tits, Hits, Power? Popkultur und Feminismus

Wien/Bozen: Folio 1998; 317 S.; 49,80 DM; ISBN 3-85256-077-2
Ist "Girl Power" eine neue Form des Feminismus oder handelt es sich um einen geschickt vermarkteten Trend? "Die grelle Medienpräsenz ermöglichte die Verbreitung girlzentrierter Inhalte bis in die entlegendsten Mädchenherzen, forderte jedoch ihren Preis. Die Bewegung stieß dort auf ihre Grenzen, wo der feministische Kontext fehlte, der den nunmehr aus dem Zusammenhang gerissenen, originalen Slogans ihre subversive Kraft bestätigt hätte." (17) Die Beiträge vermitteln den Anschein, daß es sich bei dieser Bewegung um einen Versuch der Loslösung von feministischen Stereotypen handelt, ganz nach dem Motto: Junge selbstbewußte Frauen können Spaß haben. Oft schiebt sich der Verdacht des Hedonismus vor den des entideologisierten Feminismus. Die Beiträge sind aus politikwissenschaftlicher Perspektive nur sehr bedingt verwertbar, spiegeln jedoch Auflösungserscheinungen des Politischen.
Thomas Morick (TM)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.27 | 2.23 Empfohlene Zitierweise: Thomas Morick, Rezension zu: Anette Baldauf / Katharina Weingartner (Hrsg.): Lips, Tits, Hits, Power? Wien/Bozen: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/7698-lips-tits-hits-power_10220, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 10220 Rezension drucken