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Roger Behrens

Kritische Theorie

Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 2002 (Wissen 3000); 95 S.; brosch., 8,60 €; ISBN 3-434-46114-0
Dieser schmale, mit etlichen Fotos ausgestattete Band über die "Kritische Theorie" ist in einer Reihe erschienen, die in ähnlich knapper Form so unterschiedliche Themen wie "Börse", "Doping", "Existentialismus" oder "Sexualität" behandelt. Für den mit Werken der Frankfurter Schule vertrauten Leser steht dieses Reihenkonzept in einem eigentümlichen Gegensatz zum Selbstverständnis von Theoretikern wie Adorno oder Benjamin, die stets darauf beharrten, ihre Philosophie sei nicht referierbar. Behrens versucht das Dilemma, auf gut 90 Seiten die Kritische Theorie anhand von kommentierten Schlagworten und Namen beschreiben zu müssen, durch eine offene, die Fortsetzbarkeit dieses Theorie-Ensembles betonende Darstellungsweise zu mildern. So verweist er zumal im Kontext der kulturkritischen Reflexionen der Kritischen Theorie auf mögliche gegenwärtige Anschlussstellen im Poststrukturalismus oder in den Cultural Studies. Inhalt: Grundlagen: Was ist kritische Theorie?; So radikal sein wie die Wirklichkeit ...; Max Horkheimer & Co.; Ausgangspunkte. Aspekte: Die Urgeschichte des Kapitalismus; Die Tragödie der Moderne; Die eindimensionale Gesellschaft. Konzepte: Begriffe, gleich weit weg vom Mittelpunkt; Dialektik; Die total verwaltete Welt; Prinzip Hoffnung. Exkurse: Von der Kulturindustrie ...; ... zur Popkultur. Diskurse: Frankfurter Schule; Postmoderne; Cultural Studies; Anschlüsse an eine kritische Theorie.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 5.4 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Roger Behrens: Kritische Theorie Hamburg: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/17605-kritische-theorie_20287, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20287 Rezension drucken