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Carsten von Wissel

Hochschule als Organisationsproblem. Neue Modi universitärer Selbstbeschreibung in Deutschland

Bielefeld: transcript Verlag 2007; 353 S.; kart., 30,80 €; ISBN 978-3-89942-650-2
Diss. Berlin; Gutachter: B. Riedmüller, W. Rammert. – Mit einem diskursanalytischen Ansatz untersucht der Autor die Konstitutionsprozesse einer sozialen Wirklichkeit in der organisationalen Selbstbeschreibung deutscher Universitäten. Dazu zeigt er zunächst die historische Annäherung des Organisationsbegriffes an das Verständnis von der Universität als Institution auf. Im Handlungsrahmen einer Wissensgesellschaft befinden sich die Hochschulen in einem Spannungsverhältnis von Gesellschaftsdistanz und Gesellschaftsrelevanz. Daraufhin erarbeitet Wissel die Realität politischer und organisationaler Entscheidungsprogramme wie Privatisierung und Managerialismus, die der Hochschulpolitik zugrunde liegen. Der Autor untersucht weiterhin die hochschulpolitischen Empfehlungen der Enquete-Kommission „Globalisierung der Weltwirtschaft“, die rot-grüne Hochschulpolitik und die Ausführungen der Volkswagenstiftung. Wissel folgert, dass Hochschulpolitik zunehmend als Organisationsproblem und damit als eine Frage der ökonomischen Effizienz verstanden wird. Eine Politisierung sei bislang jedoch ausgeblieben.
Jost Wübbeke (JW)
Student, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Universität Bochum.
Rubrizierung: 2.343 | 5.2 Empfohlene Zitierweise: Jost Wübbeke, Rezension zu: Carsten von Wissel: Hochschule als Organisationsproblem. Bielefeld: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/27863-hochschule-als-organisationsproblem_32731, veröffentlicht am 31.03.2008. Buch-Nr.: 32731 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken