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Wolfgang-Ulrich Prigge

Gewerkschaftspluralismus und kooperative Interessenvertretung in Großbritannien

Bochum: Universitätsverlag Dr. N. Brockmeyer 1995 (Arbeitskreis Deutsche England-Forschung 29); V, 219 S.; 49,80 DM; ISBN 3-8196-0316-6
Prigge untersucht die britischen Arbeitsbeziehungen vor einem dezidiert deutschen Hintergrund, der "Evolutionsthese", derzufolge "Regelungssysteme mit Arbeitnehmerorganisationen, die in möglichst vielen Dimensionen auf Einheitsgewerkschaften gegründet sind, auf einer höheren Entwicklungsstufe als pluralistisch verfaßte Regelungssysteme" (1) stehen. Prigge beklagt, daß die arbeitsrechtliche ebenso wie die verbandstheoretische Diskussion über den Überlegenheitsanspruch des deutschen Modells praktisch ohne empirische Grundlage geführt werde. Hier setzt die Untersuchung der britischen Arbeitsbeziehungen an, die in den letzten fünfzehn Jahren, nicht zuletzt unter dem Einfluß der thatcheristischen Interventionen, durch einen tiefgreifenden Wandel gekennzeichnet waren. Die detaillierte Darstellung der britischen Entwicklung dürfte indes in erster Linie für Arbeits- und Industriesoziologen von Interesse sein.
Torsten Oppelland (TO)
Prof. Dr., Politikwissenschaftler, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.61 | 2.22 Empfohlene Zitierweise: Torsten Oppelland, Rezension zu: Wolfgang-Ulrich Prigge: Gewerkschaftspluralismus und kooperative Interessenvertretung in Großbritannien Bochum: 1995, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/2087-gewerkschaftspluralismus-und-kooperative-interessenvertretung-in-grossbritannien_2538, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 2538 Rezension drucken