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Hartmut Seifert (Hrsg.)

Flexible Zeiten in der Arbeitswelt

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2005 (Campus Forschung 877); 452 S.; 34,90 €; ISBN 3-593-37615-6
Der klassische Normalarbeitstag mit acht Stunden an fünf Tagen in der Woche wird zunehmend durch flexible Arbeitszeitmodelle abgelöst. Dieser Prozess ist eher ökonomischen Kosten-Nutzen-Kalkülen als gesellschaftspolitischen oder individuellen Anforderungen geschuldet. Zudem – so eine weitere Erkenntnis der hier vorgestellten Ergebnisse aus Forschungszusammenhängen der Hans-Böckler-Stiftung – sei bislang empirisch nicht nachgewiesen, ob flexible Arbeitszeiten für die Arbeitnehmerseite zu einer größeren Zeitsouveränität führen oder letztlich den schrankenlosen Zugriff der Arbeitgeberseite auf die Zeit fördern. Neben ökonomischen und individuellen Aspekten des Wandels der Arbeitszeit geht es in mehreren Beiträgen um die gesellschaftspolitischen Konsequenzen und um die Auswirkungen auf die sozialen Sicherungssysteme sowie um die mit der Flexibilisierung der Arbeitszeit verbundenen Herausforderungen für die Gewerkschaften. Aus einer übergreifenden Perspektive wird im abschließenden Beitrag die Rolle des Staates in Fragen der Umverteilung von Arbeit diskutiert.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.342 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Hartmut Seifert (Hrsg.): Flexible Zeiten in der Arbeitswelt Frankfurt a. M./New York: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/24407-flexible-zeiten-in-der-arbeitswelt_28165, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28165 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken