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Bernhard Zangl

Die Internationalisierung der Rechtsstaatlichkeit. Streitbeilegung in GATT und WTO

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2006 (Staatlichkeit im Wandel 1); 267 S.; kart., 34,90 €; ISBN 978-3-593-37891-6
Die Politikwissenschaft hat das Recht als Untersuchungsgegenstand (neu-)entdeckt. In dieser Studie, die im Kontext des Bremer Sonderforschungsbereichs „Staatlichkeit im Wandel“ entstanden ist, beschäftigt sich Zangl am Beispiel von Handelkonflikten zwischen den USA und der EU im Rahmen des GATT bzw. der Welthandelsorganisation mit der Frage, ob die Judizialisierung von Streitschlichtungsverfahren einen maßgeblichen Beitrag zur Verwirklichung von rechtsstaatlichen Strukturen auf internationaler Ebene leistet. Er weist anhand von acht Fallstudien nach, dass die Form des Schlichtungsverfahrens (gerichtsförmig oder diplomatisch) maßgeblich das Streitverhalten der Akteure beeinflusst. Er belegt, dass es um die Bereitschaft der USA, internationales Handelsrecht zu achten, wesentlich besser bestellt ist, wenn gerichtsförmige Verfahren an Stelle von diplomatischen Mechanismen der Konfliktlösung treten. Dies ist ein Indiz dafür, dass Rechtsstaatlichkeit auch jenseits der staatlich verfassten Sphäre möglich ist.
Jörn Ketelhut (JK)
Dr., Dipl.-Politikwissenschaftler, wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 4.1 | 4.3 | 4.22 | 2.64 Empfohlene Zitierweise: Jörn Ketelhut, Rezension zu: Bernhard Zangl: Die Internationalisierung der Rechtsstaatlichkeit. Frankfurt a. M./New York: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/24925-die-internationalisierung-der-rechtsstaatlichkeit_28816, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28816 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken