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Tobias Dürr / Rüdiger Soldt (Hrsg.)

Die CDU nach Kohl

Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag 1998; 224 S.; 18,90 DM; ISBN 3-596-13947-3
Die Abwahl Helmut Kohls als Bundeskanzler im Herbst 1998 und der Rückzug Kohls vom Parteivorsitz der CDU bedeuten für die Bundesrepublik und ganz besonders für die christdemokratische Partei eine Zäsur. Der Band "ist der Versuch einer thematischen und methodisch gleichsam kreisenden Annäherung an die noch weithin unbekannte CDU nach Kohl", wobei "Analyse und Anschauung, Kommentar und Reportage gleichrangig nebeneinander" stehen (9). Inhalt: Tanja Busse: Sechzehn Jahre sind kein Leben. Die Kinder der Ära Kohl (10-20); Hans Monath: Zeitgeistsurfing als Karrierestrategie. Wie CDU-Nachwuchspolitiker im Bundestag und in den Landtagen ihren Aufstieg betreiben (21-29); Christoph Wagner: Pizza-Connection. Die Geschichte einer verlorenen Zukunft der CDU (30-45); Franz Walter / Frank Bösch: Das Ende des christdemokratischen Zeitalters? Zur Zukunft eines Erfolgsmodells (46-58); Bernd Ulrich: Partei ohne Grund. Ist eine CDU ohne Macht, ohne Gott und ohne Konservatismus überhaupt möglich? (59-67); Peter Lösche: Kanzlerwahlverein? Zur Organisationskultur der CDU (68-84); Tobias Dürr: "Opas CDU ist tot". Wie die Hamburger Union erfunden wurde und sich nie mehr davon erholte (85-97); Konrad Schuller: Zwischen Kaltem Krieg und neuer Republik. Die Berliner CDU auf der Suche nach Identität (98-114); Rüdiger Soldt: Eine selbstverschuldete Täuschung. Die Union in Ostdeutschland (115-128); Nils Klawitter: Im Namen des Herrn unterwegs. Die letzte Bastion der Christdemokraten liegt im Eichsfeld (129-135); Dominik Wichmann: Sommer, Sonne, Bayern. Die Strategie der CSU im Zeitalter der Popkultur (136-150); Jochen Thies: Kein Nachwuchs in Sicht. Perspektiven christdemokratischer Außenpolitik (151-159); Robert Misik: Die Integration frißt ihre Eltern. Über die Europapolitik der CDU ohne Kohl (160-164); Mechtild Jansen: Vom Ende einer Hegemonie. Die CDU und die "Frauenpolitik" (165-174); Wolfgang Schroeder: Das katholische Milieu auf dem Rückzug. Der Arbeitnehmerflügel der CDU nach der Ära Kohl (175-191); Severin Weiland: Das Problem mit dem "C". Die CDU und die Türken (192-204); Susanne Gaschke: "Bestandsaufnahme". Die Linke und die CDU am Ende des ewigen Übergangs (205-211).
Detlef Lemke (Le)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.331 Empfohlene Zitierweise: Detlef Lemke, Rezension zu: Tobias Dürr / Rüdiger Soldt (Hrsg.): Die CDU nach Kohl Frankfurt a. M.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/6492-die-cdu-nach-kohl_8806, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 8806 Rezension drucken