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Renate Golombek

Der Islam. Anatomie einer unbarmherzigen Religion

Frankfurt a. M.: Haag + Herchen Verlag 1998; 204 S.; pb., 29,80 DM; ISBN 3-86137-441-2
In ihrer von persönlichen Eindrücken stark durchsetzten Abhandlung versucht die Autorin zu zeigen, "daß der Islam eine Gefahr für die Zivilisation darstellt, und zwar nicht nur für die westliche, sondern für jede Zivilisation" (6). Nach einer einführenden Erläuterung der wichtigsten mit dem Islam verbundenen Begriffe, bei der die Bedeutung des Propheten Mohammed im Mittelpunkt steht, werden dazu zum einen das Verhältnis des Islam zur Toleranz, zum anderen das Wesen der islamischen Rechtsordnung (Scharia) eingehend "gewürdigt". Golombek kritisiert die weitverbreitete Ansicht, wonach zwischen gemäßigtem und fundamentalistischem Islam eine Trennlinie gezogen werden könne und wendet sich entschieden gegen die ihrer Meinung nach relativistischen Tendenzen der heutigen Multikulturalismus-Debatte. "Die strenggläubigen Moslems lassen sich nirgendwo in eine multikulturelle Gesellschaft integrieren, für sie sind die 'Ungläubigen' minderwertige Wesen, mit denen man sich nie freiwillig, sondern höchstens gezwungenermaßen arrangiert." (12)
Frank Decker (FD)
Prof. Dr., Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn.
Rubrizierung: 2.23 Empfohlene Zitierweise: Frank Decker, Rezension zu: Renate Golombek: Der Islam. Frankfurt a. M.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/6033-der-islam_8209, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 8209 Rezension drucken