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Tong-Jin Smith

Demokratie und Demokratisierung in Ostasien. Die politische Konsolidierung in (post-)konfuzianischen Staaten

Hamburg: Verlag Dr. Kovač 2003 (Politica 56); 392 S.; 107,- €; ISBN 3-8300-1202-0
Diss. Heidelberg. - Die Gesellschaften in Japan, Südkorea und Taiwan seien geprägt von einer „Kombination aus westlichem Individualismus und metakonfuzianischem Gruppenbewusstsein" (368), schreibt die Autorin. Ihr Ziel war es, „ein grobes Modell ostasiatischer Demokratien zu erstellen" (12). Allerdings geht weder ihre Beschreibung der westlichen Demokratietheorie noch die des Konfuzianismus nennenswert in die Tiefe. Auch die Bestandsaufnahme der politischen Systeme in Japan, Südkorea und Taiwan liefert keine neuen Erkenntnisse. Das Ergebnis der Arbeit, dass die drei genannten Länder - die keinesfalls über identische Regierungssysteme verfügen - politisch vor allem vom Konfuzianismus geprägt seien, folgt nicht zweifelsfrei und überzeugend aus den Beschreibungen der Autorin. Sie stützt sich ausschließlich auf deutsch- und englischsprachige Literatur, die nicht immer ganz aktuell ist.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.68 | 2.2 | 2.23 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Tong-Jin Smith: Demokratie und Demokratisierung in Ostasien. Hamburg: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/20466-demokratie-und-demokratisierung-in-ostasien_23858, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23858 Rezension drucken