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René Haak (Hrsg.)

Arbeitswelten in Japan

München: iudicium 2006 (Jahrbuch des Deutschen Instituts für Japanstudien 18/2006); 334 S.; kart., 50,- €; ISBN 978-3-89129-381-2
Der wirtschaftliche Wiederaufstieg Japans nach dem Zweiten Weltkrieg ist in Europa und den USA immer wieder als regelrechte Bedrohung des eigenen Wohlstandes wahrgenommen worden. In diesem Kontext steht auch das beinahe mythisch-verklärte Bild des aufopferungsvollen japanischen Arbeitnehmers, der die Firma als Familie versteht und unermüdlich für ihren Profit arbeitet – im Übrigen ein Bild, das stark an die heutige Wahrnehmung Chinas erinnert. Aber wie ist die Arbeitswelt in Japan wirklich organisiert? Und wie haben sich wirtschaftliche Entwicklungen wie die langen Rezessionsphasen der letzen Jahre, aber auch gesellschaftliche Tendenzen, niedergeschlagen? Diese Fragen bilden den Schwerpunkt des 18. Bandes der Japanstudien. Bei der Lektüre zeigt sich, dass die Problemstellungen durchaus vergleichbar mit denen in Europa sind: Behandelt werden Fragen wie Arbeitsmigration, die Position alleinerziehender Mütter, betriebliche Weiterbildungsmöglichkeiten oder die Rolle ausländischer Unternehmen. Neben diesem Schwerpunktthema umfasst der Band noch zwei Beiträge zu den Konzepten der bürgerlichen und der Zivilgesellschaft in Japan sowie zur Rolle der Regierungschefs im politischen System.
Carsten Michael Nickel (CMN)
B. A., Politikwissenschaftler, wiss. Hilfskraft, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Universität Bochum.
Rubrizierung: 2.68 | 2.21 | 2.262 Empfohlene Zitierweise: Carsten Michael Nickel, Rezension zu: René Haak (Hrsg.): Arbeitswelten in Japan München: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/28638-arbeitswelten-in-japan_33754, veröffentlicht am 09.04.2008. Buch-Nr.: 33754 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken