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Hans-Peter Raddatz

Allahs Frauen. Djihad zwischen Scharia und Demokratie

München: Herbig 2005; 281 S.; 19,90 €; ISBN 978-3-7766-2448-9
Raddatz vertritt die These, dass muslimische Frauen mitten in Europa als unterdrückte Minderheit leben und Gewalt zu ihrem Alltag gehört. Denn der Islam weise der Frau eine „minderwertige Existenz“ (16) zu, in der ihr Körper als Besitz des Mannes gelte und seiner Weisung unterliege. Das sichtbare Zeichen von Gehorsam und uneingeschränkter Verfügbarkeit sei ihre Verhüllung. Warum geschieht das im demokratischen Rechtsstaat? Der Autor weist auf eine bedenkliche Entwicklung hin: Der Rechtsstaat gewähre Religionsfreiheit und schütze somit auch das islamische Recht, die Scharia. Das bedeute für die Frauen den Verzicht auf Grundrechte wie Menschenwürde oder Gleichberechtigung. Auf diese Weise sei es zur „Einrichtung einer autonomen Enklave unter dem Gesetz Allahs“ (13) gekommen, so seien in den Städten Parallelgesellschaften entstanden, die unseren Rechtsstaat untergraben. Es mangele in Europa an einer realistischen Analyse der Gewalt an Frauen und des islamischen Terrors. Der bereits durch mehrere islamkritische Bücher in Erscheinung getretene Islamexperte mahnt: Es ist die Aufgabe unserer Politiker, auf die Unterdrückung aller Frauen hinzuweisen und diese mit rechtsstaatlichen Mitteln zu beenden.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.23 | 2.27 | 2.63 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Hans-Peter Raddatz: Allahs Frauen. München: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/24368-allahs-frauen_28100, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28100 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken