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G20 in Hamburg. Über die Entwicklung, Formen und Inhalte von Gipfeldiplomatie

Am 1. Dezember 2016 hat die Bundesrepublik für ein Jahr die deutsche G20-Präsidentschaft übernommen. Der Höhepunkt ist das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs in Hamburg, es bildet auch den Anlass für diesen Themenschwerpunkt. In mehreren Beiträgen wird die Arbeit sowohl der Staaten als auch der Zivilgesellschaft dargestellt. Beobachter sehen in dem informellen Format Vorteile, es ermögliche das kollektive Management internationaler Herausforderungen.

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Die G20 als Knotenpunkt globaler Politiknetzwerke? Divergierende Einschätzungen zur Rolle der Gipfeldiplomatie in der Krise

1g20CoverJonathan Luckhurst und Roman Goldbach untersuchen die infolge der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise ausgelösten Veränderungsprozesse im Hinblick auf die Regulierung der globalen Finanzmärkte. Zwar gehen sie vergleichbaren Fragestellungen nach, doch in der Gegenüberstellung beider Bände zeigen sich die jeweiligen Chancen und Grenzen, die schon mit der konkreten Ausformulierung des Forschungsinteresses verbunden sind. Um eines bereits vorwegzunehmen: Die differenzierte Ausarbeitung ineinandergreifender Problemlagen und Einflussmechanismen, in die Goldbach seine Analyse einordnet, deckt schonungslos die Beschränkungen einer übersimplifizierten Forschungsfrage auf, wie sie Luckhurst in seinem Buch verfolgt.

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Gipfeldiplomatie im Spiegel der Literatur. Ausgewählte Kurzrezensionen

Grafik: By Ktrinko - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org

Als ein Kind der Krise bezeichnet Enrico Böhm die G7-Gipfel und erzählt die Geschichte der ersten sieben Treffen zwischen 1975 und 1981. Eine Chronik der historischen Entwicklung von der G7 über die G8 zur G20 bietet Marek Rewizorski. Letztere sei mittlerweile eine „zentrale Leitstelle globaler wirtschaftlicher Kooperation“ und habe sich zum „wichtigsten Zentrum“ von global governance entwickelt. In weiteren Rezensionen geht es um Widerstand und Repression im Zuge der Gipfel sowie um die wichtige Frage nach der Legitimität informaler internationaler Zusammenschlüsse.

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Politische Parteien in der EU

... des Einflusses von Gipfeldiplomatie und Verwaltungsbürokratie im EU-System gelten Parteien als nachrangige Akteure. Dabei erwähnt das Primärrecht der EU seit dem Maastrichter Vertrag (1993) explizit ......

Zwischen Macht und Mittelmaß

...  die Umbrüche in der DDR; 4. Britische Gipfeldiplomatie: Suche nach Gleichgesinnten; 5. Sondergipfel in Dublin: Großbritannien bremst die Partner; 6. Fortschritt auch ohne Londoner Beteiligung: Dubli ......

Pulverfaß Nahost

... Konflikt von Kairo 1996 und die Intensivierung der arabischen Gipfeldiplomatie. II. Der zeithistorische Hintergrund des Friedensprozesses: 4. Friedliche Neuordnung des Nahen Ostens: Golffrieden und arabisch-israelischer ......

Eisenhower und Chruschtschow

Michael Jochum Eisenhower und Chruschtschow. Gipfeldiplomatie im Kalten Krieg 1955 - 1960 Paderborn u. a.: Ferdinand Schöningh 1996 (Sammlung Schöningh zur Geschichte ......

Der (vergebliche) Versuch, sich selbst zu legitimieren. Aber die G20 kann und sollte internationale Aufgaben nicht allein lösen

Die Bootsdemo der G20-Protestwelle in Hamburg, 2. Juli 2017. Foto: Frank Schwichtenberg (Wikimedia-Commons)

Transnationale Kooperation sei zwar notwendig, ist Jennifer Gronau überzeugt, die G20 aber sicher nicht das bestmögliche Forum – zu wünschen wäre vielmehr eine entsprechende Reform der Vereinten Nationen. In diesem Interview identifiziert die Politikwissenschaftlerin die Modi der Selbstlegitimation, über die die G20 ihren Anspruch vertritt, für die ganze Welt zu sprechen. Diese Selbstlegitimation stoße aber auf vielfältigen Widerspruch.

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