Portal für Politikwissenschaft

Bismarcks Tod und Deutschlands Tränen

Lothar Machtan

Bismarcks Tod und Deutschlands Tränen. Reportage einer Tragödie

München: Goldmann 1998; 252 S.; 14,90 DM; ISBN 3-442-15013-2
Bismarck nach dem Rücktritt: Er hat emsig an seinem eigenen Mythos gearbeitet, unterstützt durch seine Familie und eine Reihe von Mitarbeitern. Der "Eiserne Kanzler" schrieb seine Erinnerungen, die mit der historischen Wahrheit selektiv umgehen. In die eigentliche Politik ist Bismarck nicht mehr zurückgekehrt. Allerdings hat er dafür gesorgt, daß der inhaltliche Ausgleich mit dem Kaiser nicht zustande kam, und Wilhelm II. hatte ein großes Interesse daran, den nörgelnden Bismarck für seine Selbstdarstellung zu gewinnen. Für Bismarck kam der körperliche Verfall sehr schnell, die Familie schottete ihn ab, um den Nimbus des immer noch fähigen Politikers aufrechtzuerhalten. Machtan präsentiert Bismarcks letzte Lebensjahre und seinen Tod als eine politische Inszenierung, vor dem Hintergrund einer niemals überwundenen Mißstimmung zwischen dem entlassenen Kanzler und dem nach Selbstbestätigung suchenden Kaiser. Inhaltsübersicht: I. Bismarcks Endzeit: Tagebuch eines mühseligen Sterbens; II. Bismarcks Kaiser, oder: Finale einer Männerfeindschaft; III. Bismarcks Paparazzi - die Geschichte eines Photos, das nicht gezeigt werden durfte; IV. Bismarck-Trauer. Die Grablegung des Nationalhelden.
Axel Gablik (AG)
Dr., Historiker.
Rubrizierung: 2.311 | 2.3 Empfohlene Zitierweise: Axel Gablik, Rezension zu: Lothar Machtan: Bismarcks Tod und Deutschlands Tränen. München: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/6739-bismarcks-tod-und-deutschlands-traenen_9078, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 9078 Rezension drucken

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