Portal für Politikwissenschaft

Security architecture in Sub-Saharan Africa and Collective Security Challenges

Rasul Ahmed Minja

Security architecture in Sub-Saharan Africa and Collective Security Challenges. The EAC and SADC in Comparative Perspective

Online-Publikation 2013 (http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-32068/Minja_Diss.pdf); XIV, 270 S.
Diss. Duisburg‑Essen; Begutachtung: C. Hartmann, T. Debiel. – Rasul Ahmed Minja geht mit Blick auf die staatlichen regionalen beziehungsweise subregionalen Organisationen der East Africa Community (EAC) und der South African Development Community (SADC) der Frage nach, wie diese sich „faktisch koordinieren und auf regionale Sicherheitsprobleme reagieren“ (X). In vergleichender Perspektive und gestützt auf qualitative Auswertungen von vor Ort mit beteiligten Vertretern der Organisationen geführten Interviews untersucht Minja dabei insbesondere den jeweiligen Umgang mit der Verbreitung von Kleinwaffen und den daraus resultierenden Problemen für die öffentliche Sicherheit. Gerade der von internationalen Organisationen mit regionaler Reichweite bereitgestellte Rahmen von kooperationsorientierten Netzwerken ist, so Minja, hinsichtlich der Bearbeitung von Problemen, die nationale Grenzen überschreiten – wie eben die Proliferation von Kleinwaffen – durchaus in der Lage, Erfolge zu erzielen. Dies gilt etwa, wenn es um die Registrierung und die dadurch möglich gewordene Verfolgung des Verbleibs von Feuerwaffen geht. Die Handlungsfähigkeit der Organisationen endet jedoch dann, wenn es um die politischen Umstände geht, die den Einsatz solcher Waffen provozieren, nämlich in erster Linie innerstaatliche Konflikte. Was die Beruhigung oder gar die Befriedung solcher Auseinandersetzungen anbelangt, so Minjas Schlussfolgerung, bleiben sowohl die EAC als auch die SADC in ihren Bemühungen weitgehend wirkungslos. Inwieweit sich diese Wirkungslosigkeit in eine regionale Destabilisierung umkehren würde, wenn die jeweiligen Hegemonialmächte in den Bündnissen – Kenia und Südafrika – selbst nachhaltig destabilisiert würden, wäre eine weitergehende Frage, die das konkrete Erkenntnisinteresse dieser Studie indes übersteigt.
Matthias Lemke (LEM)
Dr. phil., Politikwissenschaftler (Soziologe, Historiker), wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.67 | 4.41 | 4.3 Empfohlene Zitierweise: Matthias Lemke, Rezension zu: Rasul Ahmed Minja: Security architecture in Sub-Saharan Africa and Collective Security Challenges. 2013, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/36408-security-architecture-in-sub-saharan-africa-and-collective-security-challenges_44444, veröffentlicht am 14.11.2013. Buch-Nr.: 44444 Rezension drucken

Suchen...