Portal für Politikwissenschaft

Queer-Theorien

Gudrun Perko

Queer-Theorien. Ethische, politische und logische Dimensionen plural-queeren Denkens

Köln: PapyRossa Verlag 2005; 178 S.; 18,- €; ISBN 3-89438-336-4
Das Konzept „Queer“ als Bezeichnung sowohl eines politischen Aktivismus als auch einer Denkrichtung und Theoriensammlung hat im deutschsprachigen Raum in den vergangenen zwei Jahrzehnten vermehrt Beachtung gefunden. Aufgrund der Fülle an Ansätzen, Theorien und Denkrichtungen, die sich unterscheiden, aber alle im Begriff „Queer“ spiegeln, hängt dem Konzept oftmals der Eindruck der Beliebigkeit an. Diesem Eindruck will die Autorin entgegenwirken. Sie analysiert, wie „Queer“ im deutschsprachigen Raum verwendet wird und untersucht Aussagen und Anliegen des Konzeptes sowie gesellschaftsrelevante Bedeutungen. Verbunden wird dies mit einem Plädoyer für die plural-queere Deutungsvariante, wobei Pluralität hier bedeutet, „die existierende Vielfalt menschlichen Seins und menschlicher Lebensweisen ernst zu nehmen und anzuerkennen“ (9). Weitere Themen des Bandes sind der historische Kontext von Queer-Theorien, die Bedeutung von Sex, Gender und Begehren aus poststrukturalistischer Sicht, das Politikverständnis von Queer-Theorien und ihre ethischen Dimensionen.
Stefan Göhlert (SG)
M. A., Politikwissenschaftler, Protokollchef und Bürgerbeauftragter in der Verwaltung der Stadt Jena.
Rubrizierung: 2.27 | 2.23 | 2.35 | 2.36 Empfohlene Zitierweise: Stefan Göhlert, Rezension zu: Gudrun Perko: Queer-Theorien. Köln: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/24388-queer-theorien_28125, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28125 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken

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