Portal für Politikwissenschaft

Wissen als Machtfaktor im Kalten Krieg

Bernd W. Kubbig

Wissen als Machtfaktor im Kalten Krieg. Naturwissenschaftler und die Raketenabwehr der USA

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2004; 725 S.; geb., 59,- €; ISBN 3-593-37601-6
Habilitationsschrift. - Welche Rolle haben die Naturwissenschaftler in Ost und West vor dem Hintergrund der Raketendebatte gespielt, vor allem während der Phase der Raketenabwehr? Wie laufen Entscheidungen im außen- und sicherheitspolitischen Bereich ab? Kubbig, Projektleiter an der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung mit dem Schwerpunkt „Raketenabwehrforschung International“, konzentriert sich auf die amerikanische Wissenschaftsseite. Es geht ihm weniger darum, die Positionen der Akteure in ihren unterschiedlichen institutionellen Verwurzelungen, ihren persönlichen politischen Überzeugungen etc. zu beleuchten, vielmehr will er ihr Handeln (oder Nicht-Handeln) und ihre Wirkung (oder Nicht-Wirkung) mit den Ansätzen des Konstruktivismus und einer liberalen Theorie der Internationalen Beziehungen abgleichen. Keine Frage, dass Kubbig mit dieser Theorie-Schwerlast in seiner Studie umzugehen vermag, allerdings ist eine facettenreiche, theoretisierende Sicht auf die Entscheidungs- und Lobby-Arbeit im Bereich der nationalen Sicherheit offensichtlich nur schwer in ihrer Bedeutung zu vermitteln.
Axel Gablik (AG)
Dr., Historiker.
Rubrizierung: 4.2 | 2.64 | 2.62 Empfohlene Zitierweise: Axel Gablik, Rezension zu: Bernd W. Kubbig: Wissen als Machtfaktor im Kalten Krieg. Frankfurt a. M./New York: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/22541-wissen-als-machtfaktor-im-kalten-krieg_25718, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25718 Rezension drucken

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