Portal für Politikwissenschaft

Die Ministerpräsidentenkonferenzen

Rolf Martens

Die Ministerpräsidentenkonferenzen. Mit einem Vorwort von Gisela Riescher

Würzburg: Ergon 2003 (Spektrum Politikwissenschaft 24); VII, 85 S.; kart., 14,- €; ISBN 3-89913-287-4
Gelegentlich ist man erstaunt, zu welch theoretisch elaborierten Arbeiten über eng umrissene Probleme die Politikwissenschaft in der Lage ist, während es zu wichtigen Akteuren und Strukturen des politischen Prozesses an systematischen Überblicksdarstellungen fehlt. Insofern füllt die Arbeit von Martens eine wichtige Lücke, denn die wenigen Beiträge über die Ministerpräsidentenkonferenzen (MPK) sind verstreut. Hinzu kommt, dass die MPK nicht nur vertraulich sind, sondern auch keine Protokolle angefertigt werden, die der Öffentlichkeit zugänglich oder zentral archiviert wären. Martens hat deshalb mit den Akteuren der Staatskanzleien zahlreiche Gespräche geführt, die in die Studie eingeflossen sind. Nach einer kurzen Skizze der Geschichte der MPK werden Organisation und Arbeitsweise der Konferenzen dargestellt, bevor Überlegungen zur Funktion der MPK im politischen System Deutschlands angestellt werden. Die MPK habe sich, so Martens, „als stabiles, föderales Element und als freiwilliges Gremium der Selbstkoordination" fest etabliert, sie übe ein „Wächteramt für den Föderalismus aus" (71).
Wilhelm Knelangen (WK)
Dr., wiss. Ass., Institut für Sozialwissenschaften (Bereich Politikwissenschaft), Universität Kiel.
Rubrizierung: 2.325 Empfohlene Zitierweise: Wilhelm Knelangen, Rezension zu: Rolf Martens: Die Ministerpräsidentenkonferenzen. Würzburg: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/20554-die-ministerpraesidentenkonferenzen_23981, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23981 Rezension drucken

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