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"Sustainable development" und die lokale Agenda 21: Ein neues Arrangement auf dem Weg zur Zukunftsfähigkeit?

Carsten Wiemeyer

"Sustainable development" und die lokale Agenda 21: Ein neues Arrangement auf dem Weg zur Zukunftsfähigkeit? Eine fallstudienintegrierende Analyse aus steuerungs- und partizipationstheoretischer Sicht

Marburg: Tectum Verlag 2002; XIV, 427 S.; 29,90 €; ISBN 3-8288-8361-3
Diss. Bielefeld. - Vor dem Hintergrund der auf der UNCED-Konferenz in Rio de Janeiro 1992 verabschiedeten Agenda 21, die den Partizipationsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene eine zentrale Rolle in der Einleitung nachhaltiger Entwicklungsprozesse zugesprochen hat, unternimmt der Autor eine empirische Analyse von Steuerungsressourcen in kommunalen Handlungszusammenhängen. Als theoretische Folie dienen ihm dabei neuere Ansätze wie der akteurszentrierte Institutionalismus und das Modell dezentraler, kontextbezogener Steuerung. Als zentrale Frage der Arbeit formuliert der Autor: „Sind lokale Agenden heterarchische Arrangements [...] die - als kommunale Gestaltungsoption eines ‚kooperativen Staates' [...] - zu einer Erweiterung kommunaler Steuerungspotentiale und zu einer Umsteuerung in Richtung einer zukunftsfähigen Entwicklung auf kommunaler Ebene beitragen?" (6). Die empirische Basis stützt sich hauptsächlich auf eine qualitative, prozessorientierte Fallstudie über die Stadt Münster, ergänzend werden die Agendaprozesse in Neuss, Detmold und Bochum exemplarisch betrachtet. Aus dem Inhalt: 1. „Sustainable development" - Konzept einer zukunftsfähigen Entwicklung; 2. Der politik-theoretische Bezugsrahmen zur lokalen Agenda 21: 2.1 Ausgangspunkt; 2.2 Steuerungstheoretische Implikationen: Der „kooperative Staat"; 2.3 Kommunale Steuerungspotentiale; 2.4 Revitalisierung einer starken, lokalen Demokratie; 2.5 Neuartige diskursive Verfahren der Kommune und ihre Problemfelder; 2.6 Partizipations- und steuerungsrelevante Beurteilungskriterien der lokalen Agenda. 4. Die Fallstudie: Darstellung des lokalen Agendaprozesses in Münster; 5. Die qualitative Untersuchung: der Münsteraner Agendaprozess in der Wahrnehmung der Akteure der Fallgruppen; 6. Ergänzende Reflexion anhand der exemplarischen Auswertung weiterer Agenda Prozesse; 7. Schlussfolgerungen: 7.1 kritische Reflexion aus partiziaptions- und steuerungstheoretischer Sicht; 7.2 Sustainable Development: lokal erfasst oder lokal verblasst?; 7.3 Der kommunale Kontext im Hinblick auf die (supra-)nationalen Rahmenbedingungen gesellschaftlicher Entwicklung - eine adäquate Ebene der Verortung Agendaprozesses?
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.325 | 2.34 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Carsten Wiemeyer: "Sustainable development" und die lokale Agenda 21: Ein neues Arrangement auf dem Weg zur Zukunftsfähigkeit? Marburg: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/19128-sustainable-development-und-die-lokale-agenda-21-ein-neues-arrangement-auf-dem-weg-zur-zukunftsfaehigkeit_22214, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 22214 Rezension drucken

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