Portal für Politikwissenschaft

"Sehr geehrter Parteifreund ..."

Ulrich Keitel

"Sehr geehrter Parteifreund ..." Parteiinterne Rundbriefe gegen alte Nazis

Frankfurt a. M.: Societätsverlag 2001; 326 S.; brosch., 12,80 €; ISBN 3-7973-0787-X
Der Band dokumentiert einen Teil der Auseinandersetzung zwischen "Liberalen auf der einen und Nationalsozialisten und Nationalisten auf der anderen Seite" (14) in der FDP Anfang der 60er-Jahre. Damals richteten einige Jungdemokraten um Ulrich Keitel einige Rundbriefe an ihre Parteifreunde: "Die Nazis hatten moralisch-politisch ganz und gar abgewirtschaftet und hatten sich, soweit sie sich nicht aus Einsicht oder Opportunismus vom NS-Regime distanzierten, in Mauselöchern verkrochen. Allerdings begannen viele 'Ehemalige', sich ausgerechnet in der FDP zu rühren. Das gefährdete zwar nicht die Republik, aber den von der FDP vertretenen Liberalismus." (15) Infolge dieser Auseinandersetzung trat Keitel zur CDU über, in der er sich ebenfalls mit Rundbriefen gegen Altnazis zu Wort meldete, was gleichfalls dokumentiert wird. Inhaltsübersicht: Parteiinterne Rundbriefe gegen alte Nazis; Die fünf ersten Rundbriefe und ihr Echo; Sitzung des Bundeshauptausschusses, Gespräch mit Mitgliedern des Bundesvorstandes und erste Runde des Ausschlussverfahrens; Die Rundbriefe Krummachers und das Ausschlussverfahren 2. Runde; Die Liberalen Korrespondenzen; Die Frankfurter Korrespondenzen und Briefe an CDU/CSU-Mitglieder.
Heinz-Werner Höffken (HÖ)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 2.35 | 2.331 Empfohlene Zitierweise: Heinz-Werner Höffken, Rezension zu: Ulrich Keitel: "Sehr geehrter Parteifreund ..." Frankfurt a. M.: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/15592-sehr-geehrter-parteifreund-_17777, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 17777 Rezension drucken

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