Portal für Politikwissenschaft

Public Private Partnership

Sibylle Roggencamp

Public Private Partnership. Entstehung und Funktionsweise kooperativer Arrangements zwischen öffentlichem Sektor und Privatwirtschaft

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1999 (Europäische Hochschulschriften: Reihe V, Volks- und Betriebswirtschaft 2410); 239 S.; brosch., 79,- DM; ISBN 3-631-34382-5
Diss. Hamburg; Gutachter: D. Budäus. - Public Private Partnership (im folgenden PPP), die institutionalisierte Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Partnern, nimmt im Kontext der vorwiegend ökonomisch geprägten Verwaltungsmodernisierung eine besondere Stellung ein. Die Arbeit läßt sich nicht den empirisch beschreibenden Forschungsarbeiten zurechnen, die vorwiegend Projekterfahrungen aufarbeiten. Sie prüft vielmehr die Eignung derartiger PPP-Modelle, die sich aus ihrem kooperativen Ansatz ergeben. Um die Lücke der fehlenden theoriegeleiteten Handlungserklärungen und –empfehlungen zu diesem Themenkomplex zu schließen, wird dabei auf die ökonomische Theorie, insbesondere der Neuen Institutionenökonomik und der Spieltheorie zurückgegriffen. Im Ergebnis steht die Generierung eines handhabbaren PPP-Begriffes, der bewußt nicht abschließend beschrieben ist. Ferner wird herausgearbeitet, daß PPP-Modelle, unter Berücksichtigung verschiedener Nebenbedingungen, adäquate Handlungsalternativen für die Organisation der Verwaltung, Politik und Privatwirtschaft insbesondere für Projekte mit lokalem oder regionalem Bezug darstellen. PPP-Modelle, so ein weiterführendes Ergebnis der theoretischen Überprüfung, können per se gesellschaftlich nutzbringende Ergebnisse bringen, wenn deren spezielle Funktionsmechanismen beachtet und adäquate Anreizstrukturen institutionalisiert werden. Neben der institutionellen Dimension wird auch auf die personelle Dimension verwiesen. So zeigt die Analyse der Entstehungsgeschichte und Funktionsweisen solcher PPP-Modelle, daß der Erfolg wesentlich von den beteiligten Personen abhängig ist. Die Studie wendet sich aufgrund ihrer wissenschaftstheoretischen Ausrichtung vorrangig an politik-, verwaltungs- und wirtschaftswissenschaftlich Interessierte. Die theoriegeleiteten Aussagen geben aber auch den Praktikern aus Wirtschaft und Politik wichtige konzeptionelle Hinweise für die Gestaltung von PPP-Modellen. Aus dem Inhalt: I. 2. Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes; 2.2 Formen von PPP; 2.2.2 Der Gegenstandsbereich von PPP; 2.2.3 Organisationsformen der Zusammenarbeit; 2.2.4. Dimensionen einer Public Private Partnership. 2.3 PPP in Abgrenzung zu Privatisierung und Deregulierung; 2.4 Definition von PPP. II. 1. Entstehungsgeschichtliche Aspekte von PPP; 2. Kooperatives Verhalten zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft; 3. Charakterisierung von PPP anhand einer Typologie sozialer Dilemmata; 4. PPP als Strategie zur Bewältigung sozialer Dilemmata. III. 1. Funktionsfähigkeit einer Public Private Partnership; 3. Vertragsmanagement.
Rolf Ritsert (RR)
Dr., Verwaltungswissenschaftler.
Rubrizierung: 2.331 Empfohlene Zitierweise: Rolf Ritsert, Rezension zu: Sibylle Roggencamp: Public Private Partnership. Frankfurt a. M. u. a.: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/10383-public-private-partnership_12277, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12277 Rezension drucken

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