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Sammelrezension

Eine gesellschaftliche Herausforderung
Auf der Suche nach einem Konsens in der Klimaschutzpolitik

1 Intention, Verfasser und Aufbau der Bücher

ferien sturm strand foto nessaja99 PixabayNach dem Klimagipfel von Paris sind viele neue Fach- und Sachbücher zum Thema erschienen. Zwei deutschsprachige Neuerscheinungen, die eine Einführung in die Materie des Klimaschutzes und vor allem der Klimapolitik aus originär sozialwissenschaftlicher Perspektive bieten, sollen im Folgenden vorgestellt werden.
Cristina Besio, Professorin für Soziologie an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg, und Gaetano Romano, Professor für Soziologie an der Universität Luzern, sind für die Herausgabe des Sammelbandes „Zum gesellschaftlichen Umgang mit dem Klimawandel: Kooperationen und Kollisionen“ verantwortlich. Unter dem Motto „Klimawandel ist kein Problem der Natur – Klimawandel ist ein Problem der Gesellschaft“ (Besio und Romano 2016: 17) verweisen sie darauf, dass die Gesellschaft, wenn sie ökologische Probleme wie den Klimawandel denn überhaupt zu ihrem Thema macht, sehr wahrscheinlich unbeeindruckt von deren wissenschaftlichen Beschreibung und Deutung ist. Dass der Klimawandel ein Problem ist, ist zwar beinahe Allgemeingut. Aber welcher Klimawandel? Das Problem müsse erst massenmedial im Diskurs ausgehandelt und an Akteure vermittelt werden, „die auch noch ganz andere Sorgen als Ökologie“ (Besio und Romano 2016: 9 f.) im Kopf hätten. Um einer so entstehenden Vielfalt an Begriffsstrategien, Logiken, Praktiken, Narrativen und ihren jeweiligen Wechselwirkungen in Bezug auf das Thema Klimawandel gerecht zu werden, setzen die Herausgeber auf die Theorie der Differenzierung der Gesellschaft sowie eine „sozialkonstruktivistische Perspektive“ (Besio und Romano 2016: 17).
Thorsten Hippe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Didaktik der Sozialwissenschaften an der Soziologie-Fakultät der Universität Bielefeld, will mit seiner Monografie „Herausforderung Klimaschutzpolitik: Probleme, Lösungsstrategien und Kontroversen“ allgemeinverständlich die Grundlagen der Klimaschutzpolitik erläutern. Er wählt dafür einen interdisziplinären Ansatz, indem er ökonomische, politikwissenschaftliche und soziologische Perspektiven integriert. Hippe setzt vor allem auf Fakten sowie eine empirisch erforschbare „Wirklichkeit“ (Hippe 2016: 84) und äußert an vielen Stellen Abneigung gegenüber ideologischen Prinzipien, wie etwa einer „kosmopolitische[n] Romantik“ (Hippe 2016: 212).


2 Wie brisant ist der Klimawandel?

Hippe lobt eingangs die aus gesellschaftlich-historischer Sicht enormen Vorteile des Einsatzes fossiler Energieträger und bemüht dafür große Worte: „die revolutionäre geistige, soziale und politische Befreiung des Individuums“ sowie „emanzipative Werte individueller Freiheit und die Befreiung der Frau [...] gedeihen und blühen erst auf dem mit Kohlenstoff fruchtbar gedüngten Boden kapitalistischen Überflusses und im wärmenden Sonnenschein der wohlhabenden Kohlenstoffökonomie“ (Hippe 2016: 8). Die wohlstandsfördernde Wirkung einer auf Kohlenstoff-Nutzung basierenden Wirtschaft sieht er in empirischen Analysen belegt. Die Schattenseite dieses Phänomens belegt der Autor im Folgenden jedoch sogleich umso dramatischer, ebenfalls anhand detaillierter Zahlen und Daten. So liege die Wahrscheinlichkeit, dass die menschengemachte Erderwärmung trotz relativ ambitionierter Klimaschutzanstrengungen sechs Grad oder mehr erreicht, laut Experten bei immerhin elf Prozent. Dies hätte katastrophale Folgen, denn es würde dazu führen, „dass bis 2150 das grönländische und westantarktische Eisschild komplett schmilzt“ und somit der Meeresspiegel soweit steigt, das „Milliarden von Menschen [...] ihre Heimat verlören“ und zu Flüchtlingen würden (Hippe 2016: 14). Bei Fortsetzungen der aktuellen Wirtschafts- und Umweltpolitik werde dieses Szenario noch sehr viel wahrscheinlicher. Daher verweist Hippe nach dem Gebot des Vorsorgeprinzips darauf, dass ein Großteil der bekannten fossilen Rohstoffvorkommen ungenutzt im Boden verbleiben sollte. Skeptiker aber bezweifelten immer noch die Notwendigkeit wirksamer Klimaschutzmaßnahmen, da die Existenz des anthropogenen Klimawandels naturwissenschaftlich umstritten und am Ende doch nur die Erfindung einer antiliberalen „‚Verschwörung‘“ sei (Hippe 2016: 15). Doch diesen Klimawandelskeptikern hält der Autor eindeutige empirische Ergebnisse entgegen. Auch zweifelten nur weniger als drei Prozent der fachlich objektiv versierten Klimaforscher noch an der Existenz einer menschengemachten Erderwärmung. Hippe warnt davor, dass dennoch der drohende „Zivilisationsbruch“, der einem „extrem gefährlichen Klimawandel“ bei einer Überschreitung des 2-Grad-Ziels folgen würde, von Wissenschaft und Politik aus Gründen öffentlicher Zurückhaltung unter dem Strich „immer noch verharmlost“ werde (Hippe 2016: 26).
Alessandra Corti und Andrea Pronzini betrachten im vierten Kapitel des Sammelbandes von Besio und Romano die Frage der Brisanz des Klimawandels auf einer abstrakteren Ebene: Das Risiko des Klimawandels sei nicht „objektiv und ontologisch“ gegeben, sondern gesellschaftlich konstruiert (Corti und Pronzini 2016: 85). Sie fragen, wie der Klimawandel über die verschiedenen Funktionssysteme der Gesellschaft hinweg zu einem prominenten Thema werden konnte und welchen unterschiedlichen Betrachtungsweisen er unterliegt. Sich auf Luhmanns Systemtheorie stützend, analysieren sie dafür die Klimadebatte in der Schweiz. Sie beziehen sich dabei auf die mediale Darstellung des Klimawandels, da er erst durch diese vom Forschungsgegenstand zur „Risikothematik“ geworden sei (Corti und Pronzini 2016: 96). Von der Schweizer Presse, so ein Ergebnis der Inhaltsanalyse, werde die Verantwortung, beim Klimaschutz zu handeln, besonders bei der nationalstaatlichen Politik verortet. Wissenschaft, NGOs und besonders der Weltklimarat IPCC würden als glaubwürdige, beratende Akteure dargestellt. Das System Wissenschaft sei aber nicht frei von externen Einwirkungen: Forscher ließen sich in der Auswahl ihrer Themen, etwa in der Bevorzugung anwendungsorientierter Fragestellungen, von der medialen Öffentlichkeit beeinflussen, um ihre „Chancen auf Finanzierung“ zu maximieren (Corti und Pronzini 2016: 108). Problematisch sei, so das Fazit des Autorenduos, dass sich die Wechselwirkung zwischen den Funktionssystemen vor allem auf Irritationen beschränke, jedoch „das globale Moment des Klimawandels zwangsläufig mit einer grundlegenden Divergenz der Perspektiven“ einhergehe, die eine gemeinsame Lösungsbearbeitung oder auch nur die kollektive Risikowahrnehmung ökologischer Probleme erschwere (Corti und Pronzini 2016: 112).


3 Kapitalismus und Klimawandel

Hippe kann mit ökologisch begründetem Anti-Kapitalismus wenig anfangen: Sozialistische Systeme hätten in ihren Industrien mehr Schadstoffe emittiert und Energie verbraucht als die kapitalistische Konkurrenz, da Effizienzanreize fehlten. Verschwendung im Sinne von „organisierter ökonomischer Verantwortungslosigkeit“ sieht er sogar als unmittelbare Folge des sozialistischen Theoriekerns (Hippe 2016: 80). Er räumt aber ein, dass der Kapitalismus „Wachstumszwang“ und „evolutionär überkommene[.] materialistische[.] Wertorientierungen“ systemisch bedinge (Hippe 2016: 83). Da es fraglich sei, ob ein hinreichend vom Umweltverbrauch entkoppeltes Wirtschaftswachstum durch technischen Fortschritt erreicht werden könne, brauche es für wirksamen Klimaschutz Suffizienz, also eine deutliche Senkung des Konsumniveaus. Hier sieht der Autor aber das zentrale Dilemma, für das seines Wissens nach „noch kein Sozialwissenschaftler eine wirklich überzeugende Lösung“ präsentiert habe: Ohne Wachstum „droht man in das alte ökonomische Elend zurückzufallen“, etwa durch massive Arbeitslosigkeit. Das anhaltende Wachstum führe aber „in das neue ökonomische Elend des Klimawandels“ (Hippe 2016: 84). Ein solches Denken in „harten Zielkonflikten“ zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Interessen sei unbequem und daher bei Ideologen unbeliebt, aber nötig, um „der Wirklichkeit auf den Grund“ zu gehen (Hippe 2016: 84). Zu ideologisch im Sinne von undifferenziert und apodiktisch argumentieren aus seiner Sicht etwa Niko Paech und Ralf Fücks in der Diskussion um die richtige Klimaschutz-Strategie: Paech stelle Suffizienz, also Wachstumsverzicht und Genügsamkeit, als nahezu „über alle Lebensbereiche hinweg [...] definitiv alternativlos“ dar, während Fücks Verzicht ablehne und „unbegrenzte technologische Machbarkeit“ propagiere (Hippe 2016: 210). Hippe schlägt eine differenzierte Sichtweise vor und verweist auf branchenspezifische Machbarkeitsstudien.
Uwe Schimank sieht in seinem Sammelbandbeitrag im kapitalistischen „Ökonomisierungsdruck“ (Schimank 2016: 69) eine bedeutende Ursache von ökologisch schädlichem Verhalten: Etwa wenn Unternehmen sich die Abwasserreinigung sparten oder „das Angebot von Fernreisen per Flug steigern, weil damit am meisten Geld verdient werden kann“ (Schimank 2016: 71). Natürlich könne Kostendruck aber auch zu einer Verringerung der Auto-Nutzung oder dem verstärkten Anbau von hochpreisigen Bioprodukten führen. Schimank sieht „eine Abkehr von Wirtschaftswachstum und Lebensstandard als alles andere überragende Lesarten der Fortschrittsidee“ als moralisch geboten an (Schimank 2016: 76). Er warnt aber gleichzeitig davor, dass soziale Bewegungen, die zu sehr auf moralisierende Kommunikation und Ängste setzen, einen „ökologische[n] Fundamentalismus“ entwickeln könnten, der sich gegen „sämtliche Eingriffe in Naturgegebenheiten“ wehre, wenn „auch nur vage Risiken vorstellbar sind“ (Schimank 2016: 81).


4 Internationale Klimapolitik bis Paris 2015

Sowohl in den entsprechenden Kapiteln des Sammelbandes als auch bei Hippe werden die UN-Klimakonferenzen als Meilensteine der Klimadiplomatie dargestellt. Als Ausgangspunkt nennt Hippe die erste Weltklimakonferenz 1988 in Toronto, auf der eine Reduzierung der Treibhausgase bis 2005 um 20 Prozent beschlossen wurde – ein Ziel, das später jedoch nicht eingehalten wurde. Der ein halbes Jahr später gegründete Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) habe sich zum zentralen Akteur entwickelt, der Politik und Öffentlichkeit mit Sachstandsberichten informieren solle. Er sei in seiner politischen Unabhängigkeit aber umstritten, da seine Veröffentlichungen zum Teil der Genehmigung durch Regierungsvertreter bedürften. Als „[s]ehr fragwürdig und kritisch“ beurteilt Hippe, dass der Weltklimarat die Wirkung technischer Lösungsvorschläge zum Klimaschutz zu einseitig optimistisch einschätze und damit die Herausforderung der Klimaziele herunterspiele (Hippe 2016: 219). Zudem beobachtet er beim IPCC einen bedenklichen „naturwissenschaftlichen Habitus“ in Form einer „‚maskulinen‘ Neigung zur unterkühlten, nüchternen Skepsis gegenüber neuartigen, dramatischen [...] Szenarien und Hypothesen“, die dazu geführt habe, dass in den ersten Ratsberichten die Bedeutsamkeit der Klimaproblematik noch nicht deutlich genug beschrieben worden sei (Hippe 2016: 219). Silke Beck beurteilt im Sammelband den IPCC dagegen als die „epistemische[.] Autorität für Klimapolitik [...] schlechthin“ (Beck 2016: 154). Der Rat sei zwar als intergouvernementale Institution von den Nationalstaaten mandatiert und „diesen gegenüber rechenschaftspflichtig“ (Beck 2016: 165) und seine Autonomie daher relativ gering. Doch Beck verweist darauf, dass dieser Status den kleinsten gemeinsamen Nenner der beteiligten Verhandlungsvertreter repräsentiere und der Rat damit als „hybrides Arrangement“ besonders „anschlussfähig“ sei (Beck 2016: 165). Sie will nicht von einer einseitigen Kontrolle der Wissenschaft durch die Staaten sprechen, sondern verweist darauf, dass der „Einbezug von potenziellen Adressaten in Prozesse des wissenschaftlichen Agenda-Setting“ auch als „Co-Design bezeichnet werden“ könne (Beck 2016: 167). Gerade „die Verhandelbarkeit der Ziele und der Grenzziehung zwischen Wissenschaft und Politik“ habe sich für die „Resonanz- und Anpassungsfähigkeit“ des Rates als bedeutsam erwiesen (Beck 2016: 176). Diese Konsensorientierung habe allerdings auch die „Pfadabhängigkeit und Trägheit“ (Beck 2016: 180) des IPCC erhöht.
Als wichtigste Institution der Klimapolitik kann das UNFCCC gelten, die Mitglieder des United Nations Framework Convention on Climate Change treffen sich seit 1995 jährlich zu den Vertragsstaatenkonferenzen, den sogenannten COPs (Conference of the Parties). Hippe bedauert, dass ein Beitritt zur UNFCCC mit keinen signifikanten ökologischen Verpflichtungen verbunden sei. Das habe es „nur auf Blockade erpichten Staaten wie z. B. Saudi-Arabien erleichtert, Zugriff auf das System zu bekommen und den Prozess zu verschleppen“ (Hippe 2016: 220).
Auch Elke Schüßler, Bettina Wittneben und Charles-Clemens Rüling verweisen in ihrem für den Sammelband verfassten Text zum Thema Klimakonferenzen darauf, dass sich grundlegende Regelungen der UNFCCC wie das Prinzip der Einstimmigkeit als „zunehmend problematisch erwiesen“ hätten. Dieses Vetorecht für alle habe Entscheidungsprozesse „enorm entschleunigt“ (Schüßler et al. 2016: 213). Zum Erfolg des Klimagipfels in Paris 2015 habe in diesem Sinne letztlich auch beigetragen, dass schon seit Kopenhagen das Einstimmigkeitsprinzip deutlich aufgeweicht worden sei und so einzelne Staaten leichter übergangen werden könnten. Als einen weiteren Erfolgsfaktor sehen Schüßler et al. das diplomatische Geschick des Gastgebers Frankreich, der um ein gutes Verhältnis und enge Kommunikationen mit den Teilnehmerstaaten bemüht war. Staatenvertreter, die eine Einigung hintertrieben, wurden als Vorsitzende von Arbeitsgruppen eingesetzt und mussten „so eine proaktive Führungsrolle“ in der Konsensfindung übernehmen (Schüßler et al. 2016: 214). Für die Autoren hat das Paris-Abkommen die internationale Klimapolitik „grundlegend verändert“ (Schüßler et al. 2016: 215). Nun müsse es sich noch in der Implementierung beweisen.
Hippe kritisiert, dass beim Pariser Klimaschutzabkommen keine Sanktionsmechanismen vorgesehen seien und so „wieder allein darauf vertraut“ werde, dass der öffentliche Erwartungsdruck die Politik zu Verbindlichkeit bewege (Hippe 2016: 239). Dass die Staaten ihre Klimaschutzanstrengungen verstärken, sei trotzdem zu erwarten, da sie dazu schon durch „‚co-benefits‘“ motiviert seien. Beispiele seien die Verbesserung der Luftqualität oder eine größere Unabhängigkeit von Energie-Importen (Hippe 2016: 240). Entscheidend werde sein, ob die Staaten über ihr Eigeninteresse hinaus Engagement zeigten. Dazu könne die hohe Symbolkraft von Paris beitragen, aber Hippe ist an diesem Punkt wenig optimistisch.

Verfasst von:

Wolfgang Denzler

Erschienen am:

11. Janaur 2017

Cristian Besio / Gaetano Romano (Hrsg.)

Zum gesellschaftlichen Umgang mit dem Klimawandel. Kooperationen und Kollisionen

Baden-Baden, Nomos Verlagsgesellschaft 2016 ( Umweltsoziologie 1)

Thorsten Hippe

Herausforderung Klimaschutzpolitik. Probleme, Lösungsstrategien und Kontroversen

Opladen, Berlin, Toronto, Verlag Barbara Budrich 2016

Aus der Annotierten Bibliografie

Stefan Böschen / Bernhard Gill / Cordula Kropp / Katrin Vogel (Hrsg.)

Klima von unten. Regionale Governance und gesellschaftlicher Wandel

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2014; 383 S.; kart., 39,- €; ISBN 978-3-593-50093-5
Der Klimawandel werde – außer von Klimaskeptikern – als eines der größten Probleme von globaler Dimension wahrgenommen, womit er zugleich für viele Menschen auf eine ferne, abstrakte Ebene rücke, so die Autor_innen. Daher bemühen sie sich um „einen Perspektivenwechsel, weg von dem Anspruch, globale Klimazusammenhänge darstellen und vor allem naturwissenschaftlich‑technisch gestalten zu wollen, hin zu einem Wissen über die regional bedeutsamen Veränderungen des Klimas, deren Wahrnehmung und darauf zielende ...weiterlesen


Felix Ekardt / Bettina Hennig

Chancen und Grenzen kommunaler Klimaschutzkonzepte. Grundprobleme und Beispiele

Marburg: Metropolis-Verlag 2014 (Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung 13); 149 S.; 26,80 €; ISBN 978-3-7316-1066-3
Trotz einiger innovativer Ansätze und technischer Entwicklungen sei das politische Narrativ von Deutschland als Klimavorreiter wenig plausibel, schreiben Felix Ekardt und Bettina Hennig einleitend und skizzieren die Grundprobleme bisheriger klimapolitischer Anstrengungen, die insgesamt von einer verkürzten Sicht auf die Komplexität der Problemlagen geprägt seien. Wenig ambitionierte Ziele und eine rein auf den Stromsektor reduzierte Strategie der Energiewende treffen zusammen mit generellen Hindernissen...weiterlesen


Deutsches Polen-Institut Darmstadt (Hrsg.)

Jahrbuch Polen 2015. Umwelt

Wiesbaden: Harrassowitz Verlag 2015; 213 S.; 11,90 €; ISBN 978-3-447-10342-8
Es ist der unverstellte Blick auf sich selbst, auf die eigene Gesellschaft und Politik, der diese Reihe seit vielen Jahren zu einem Medium macht, über das sich Polen kennenlernen lässt. Redaktionell betreut von Andrzej Kaluza und Jutta Wierczimok, kommen auch in diesem Band über die „Umwelt“ wieder überwiegend polnische Autorinnen und Autoren zu Wort, ergänzt durch einige Beobachtungen von außen, aus deutscher Sicht. Die bewährte thematische Mischung aus grundsätzlichen Betrachtungen und einzelnen Phänomenen lässt ...weiterlesen


Maria Bondes

Umweltaktivismus in Westchina. Zivilgesellschaftliche Ansätze, Wüstenbildung und Armut in der Oase Minqin

Berlin: regiospectra Verlag 2013; 165 S.; 19,90 €; ISBN 978-3-940132-60-4
Der Oasenkreis Minqin, etwa so groß wie Schleswig‑Holstein, gilt als „grüner Wall“ (50), der das endgültige Zusammenwachsen zweier Wüsten verhindert, beschreibt Maria Bondes die Region, die sie, einem ethnografischen Ansatz folgend, erkundet hat. Durch den Klimawandel und den steigenden Wasserverbrauch sinkt dort der Grundwasserspiegel mit nicht nur negativen Folgen für die landwirtschaftliche Produktion, denen sich eine Abwanderung der Bevölkerung anschließt. Durch die Deserti...weiterlesen


zum Thema

Das Pariser Klimaschutzabkommen

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