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Weltwirtschaftskrise

Thomas Piketty

Das Kapital im 21. Jahrhundert. Aus dem Französischen von Ilse Utz und Stefan Lorenzer

München: C. H. Beck 2014; 816 S.; geb., 29,95 €; ISBN 978-3-406-67131-9
Der französische Ökonom Thomas Piketty hat eines der kontroversesten und meistdiskutierten Bücher des Jahres 2014 geschrieben. Im Kern geht es ihm um das Verhältnis zwischen Einkommen und Kapitalverteilung und damit um die Erklärung von Ungleichheiten: „Was weiß man wirklich darüber, wie sich die Verteilung von Einkommen und Vermögen seit dem 18. Jahrhundert entwickelte, und welche Lehren lassen sich für das 21. Jahrhundert daraus ziehen?“ (13) Piketty untersucht diese Frage mittels eines Vergleiches von über 20 Staaten, der sich ...weiterlesen
David Harvey

Das Rätsel des Kapitals entschlüsseln. Den Kapitalismus und seine Krisen überwinden. Aus dem Amerikanischen von Christian Frings

Hamburg: VSA 2014; 287 S.; 19,80 €; ISBN 978-3-89965-442-4
Mit zunehmender Komplexität und Verflechtung in globalisierten Zeiten erscheinen uns Krisenphänomene globalen Ausmaßes immer mehr als Rätsel. Für David Harvey liegt diese Rätselhaftigkeit zuallererst im fehlenden Verständnis des systemischen Zusammenhangs und der inneren Logik des Kapitalismus. Was er bei der Entschlüsselung als den Lebenssaft des Kapitalismus identifiziert, ist letztlich das Kapital selbst, zu dessen Erhalt es der Akkumulations‑ und Wachstumsbewegung im Warentausch bedarf...weiterlesen
Wolfgang Streeck

Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus

Berlin: Suhrkamp 2013 (Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2012); 271 S.; 24,95 €; ISBN 978-3-518-58592-4
In dieser erweiterten Fassung seiner 2012 in Frankfurt gehaltenen Adorno‑Vorlesungen behandelt Wolfgang Streeck die Finanz‑ und Fiskalkrise des gegenwärtigen Kapitalismus unter zwei Prämissen. Zum einen knüpft er explizit an die marxistisch inspirierten Krisentheorien der 60er‑ und 70er‑Jahre an, weil ohne Bezug auf die Tradition der politischen Ökonomie das, was seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 geschehen ist, unverständlich bleibt. Zum anderen rücken seine Analysen die...weiterlesen
Christian Chavagneux

Kleine Geschichte der Finanzkrisen. Spekulation und Crash von 1637 bis heute. Aus dem Französischen von Claudia Steinitz

Zürich: Rotpunktverlag 2013; 270 S.; brosch., 29,90 €; ISBN 978-3-85869-537-6
„Die finanzielle Instabilität ist neben der Klimaerwärmung und der wachsenden sozialen Ungleichheit das dritte Übel des heutigen Kapitalismus.“ (9) An diese Feststellung knüpft Christian Chavagneux, Chefredakteur der Zeitschrift L’Économie politique, die politische Aufgabe, Finanzkrisen mit geeigneten Maßnahmen zu bekämpfen und die Gefahr ihrer neuerlichen Entstehung zu minieren. Als Basis einer solchen künftigen Politik – und daran, „dass die Finanzmarktregulierung...weiterlesen
Benedict Ugarte Chacón

Berlin Bank Skandal. Eine Studie zu den Vorgängen um die Bankgesellschaft Berlin

Münster: Westfälisches Dampfboot 2012; 340 S.; EUR 29,90 €; ISBN 978-3-89691-909-0
Diss. FU Berlin; Begutachtung: P. Grottian, W.-D. Narr. – Mit dem Berliner Bankenskandal assoziiert ist zuerst einmal der Name Klaus-Rüdiger Landowsky. Dem damaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden im Berliner Abgeordnetenhaus und Vorstandvorsitzenden der BerlinHyp wurde 2001 Untreue vorgeworfen. Er war an einer fragwürdigen Kreditvergabe an die im Immobiliengeschäft tätige AUBIS-Firmengruppe, von der er eine Parteispende angenommen hatte, beteiligt. Für Ugarte Chacón ist dieser Skandal – ...weiterlesen
Paul Mattick

Business as usual. Krise und Scheitern des Kapitalismus. Aus dem Englischen übersetzt von Felix Kurz

Hamburg: Edition Nautilus 2012 (Nautilus Flugschrift); 156 S.; brosch., 12,90 €; ISBN 978-3-89401-754-5
Mattick geht es in seinem gut lesbaren Buch über die Finanz- und Wirtschaftskrise darum, die „gegenwärtige Situation zu begreifen“, indem sie in den Kontext der „langfristigen Dynamik“ (10 f.) gestellt wird. Mit Verweis auf James K. Galbraith macht er keinen Hehl aus seiner Meinung, dass es sinnlos sei, „Diskussionen weiterzuführen, die sich auf die konventionelle Wirtschaftswissenschaft stützen“ (11). Stattdessen bedient er sich der Theorien und Überlegungen ...weiterlesen
Heiner Flassbeck

Zehn Mythen der Krise

Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2012 (edition suhrkamp digital); 61 S.; 4,99 €; ISBN 978-3-518-06220-3
Heiner Flassbeck, seit 2003 Chefvolkswirt der Welthandels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD), steht nicht in dem Ruf, ein Verfechter des wirtschaftswissenschaftlichen Mainstreams zu sein. Dessen Kernüberzeugungen – der Marktmechanismus sei generell allen staatlichen Aktivitäten überlegen, die Finanzkrise habe ihre Ursache in staatlicher Verschuldung und einer Politik des billigen Geldes – hält er für Mythen, die eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Krise...weiterlesen
Oliver Kessler (Hrsg.)

Die Internationale Politische Ökonomie der Weltfinanzkrise

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2011 (Globale Politische Ökonomie); 251 S.; 29,95 €; ISBN 978-3-531-16535-6
Die einzigartige Situation nach der größten Finanzkrise seit Ende des Zweiten Weltkrieges stellt die Internationale Politische Ökonomie vor große theoretische und praktische Herausforderungen. Die Ursachen der Finanzkrisen sind dabei multikausal und interdependent. Hier setzt der Sammelband an, indem die Autoren verschiedene Ursachen beleuchten. So wird beispielsweise rückblickend die „Finanzialisierung“ (38) der Gesellschaft beschrieben. Durch die Veränderung des Verhältnisses zwisc...weiterlesen
Amira Müller

Entgrenzte Finanzwelt – eine Herausforderung für Global Financial Governance

Marburg: Tectum Verlag 2011 (Bonner Studien zum globalen Wandel 10); 511 S.; 34,90 €; ISBN 978-3-8288-2556-7
Politikwiss. Diss. Bonn; Gutacher: M. Schneider, T. Maier. – Der Finanzsektor zählt zu den am stärksten durch den Staat regulierten Bereichen. Zugleich erfordert das Zusammenwachsen nationaler Finanzmärkte die internationale Angleichung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen. Die Autorin beleuchtet deshalb die transnationale Hedgefonds-Branche vor dem Hintergrund der Krise der Finanzmärkte in den Jahren 2007/2008. Dies geschieht mit Blick auf die ordnungspolitische Funktion des Staates. Müller ...weiterlesen
Theresia Theurl (Hrsg.)

Institutionelle Hintergründe von Krisen

Berlin: Duncker & Humblot 2011 (Schriften des Vereins für Socialpolitik N. F. 332); 259 S.; 76,- €; ISBN 978-3-428-13609-4
Ein scheinbar vermehrtes Auftreten von Krisen wurde zum Anlass genommen, die Bedeutung institutioneller Rahmenbedingungen sowohl für ihr Entstehen als auch für ihre Bekämpfung in den Mittelpunkt der Tagung des Ausschusses für Wirtschaftssysteme und Institutionenökonomik des Vereins für Socialpolitik 2010 in Hamburg zu rücken. Lars P. Feld sieht im steigenden Trend der Staatsverschuldung, also der Krise der Staatsfinanzen, im Wesentlichen ein politisches Versagen. Er bietet jedoch Beispiele dafür...weiterlesen
Christoph Scherrer / Thomas Dürmeier / Bernd Overwien (Hrsg.)

Perspektiven auf die Finanzkrise

Opladen/Farmington Hills: Verlag Barbara Budrich 2011; 215 S.; 19,90 €; ISBN 978-3-86649-332-2
Die globale Finanzkrise, die ihren Anfang 2007 in den USA nahm, beherrschte die politische, wissenschaftliche und öffentliche Debatte der vergangenen Jahre wie nur wenige andere Themen seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Während nahezu jeder auf die eine oder andere Art und Weise in den Krisendiskurs involviert war, haben doch immer noch die wenigsten eine klare Vorstellung davon, um was es eigentlich geht. Nicht nur auf politisch-medialer Ebene wurde die Krise in der Regel auf eher oberfläch...weiterlesen
Alex Demirović / Julia Dück / Florian Becker / Pauline Bader (Hrsg.)

VielfachKrise. Im finanzmarktdominierten Kapitalismus

Hamburg: VSA 2011; 228 S.; 16,80 €; ISBN 978-3-89965-404-2
Die scheinbar überwundene Wirtschafts- und Finanzkrise hat bislang nicht zu einer geänderten Politik und zu neuen Regulationsweisen geführt. Vielmehr wurden lediglich Symptome kurzfristig bekämpft, während bereits neue Krisenszenarien, wie die Euro- und die Schuldenkrise, aber auch permanente Krisenerscheinungen, die „sozial-ökologische Krise“ (16), die „Dauerkrisen der Reproduktion“ (19) und nicht zuletzt die „Krise der parlamentarischen Demokratie“ (21), die...weiterlesen
James K. Galbraith

Der geplünderte Staat, oder: Was gegen den freien Markt spricht. Aus dem Englischen von Peter Stäuber

Zürich: Rotpunktverlag 2010; 345 S.; brosch., 24,50 €; ISBN 978-3-85869-417-1
Im Zentrum dieser wortgewandten Streitschrift steht die These, dass ein volkswirtschaftlich funktionierender Markt den Staat als ordnende Bedingung benötige und eine Reduzierung des Freiheitsbegriffs auf die wirtschaftliche Freiheit nicht nur politisch und kulturell, sondern auch ökonomisch katastrophal sei. Es überrascht kaum, dass der Autor, der sich selbst als Keynesianer versteht, gegen die wirtschaftspolitischen Vorstellungen der Neokonservativen und der Monetaristen polemisiert und zunächs...weiterlesen
Udo Reifner

Die Geldgesellschaft. Aus der Finanzkrise lernen

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2010; 469 S.; brosch., 29,95 €; ISBN 978-3-531-17077-0
Der Autor ist Direktor des „Institut für Finanzdienstleistungen e. V.“, das sehr früh vor der drohenden Finanzkrise warnte. In diesem Buch rechnet Reifner nun mit der Geldwirtschaft ab. Er zeigt Hintergründe der aktuellen Finanzkrise auf, erklärt die Mechanismen hinter der Geldwirtschaft und erläutert den Einfluss der Banken auf politische Entscheidungen. Der Autor verweist auf den Widerspruch zwischen Effizienzdenken der Wirtschaft und dem Streben nach Wohlergehen der Gesellschaft. ...weiterlesen
Elmar Altvater / Hans-Jürgen Bieling / Alex Demirović / Heiner Flassbeck / Werner Goldschmidt / Mehrdad Payandeh / Stefanie Wöhl

Die Rückkehr des Staates? Nach der Finanzkrise

Hamburg: VSA 2010; 141 S.; 14,80 €; ISBN 978-3-89965-390-8
Die Autoren greifen in den regulationstheoretischen, liberalismuskritischen Aufsätzen ein verbreitetes Missverständnis auf, wonach die Entgrenzungen staatlichen Handelns einen Rückzug des Staates bedeuten und aus diesem Grunde maßgeblich zur Wirtschafts- und Finanzkrise beigetragen hätten. Vielmehr zeichnen die Autoren den aktiven Umbau des keynesianischen Wohlfahrtsstaates in einen nationalen Wettbewerbsstaat mit „Katastrophenschutzfunktion“ (Bieling, 38) nach. Sie analysieren diese...weiterlesen
Bernd Schünemann (Hrsg.)

Die sogenannte Finanzkrise – Systemversagen oder global organisierte Kriminalität?

Berlin: BWV Berliner Wissenschafts-Verlag GmbH 2010; 109 S.; 19,- €; ISBN 978-3-8305-1771-9
Der Band resultiert aus den Diskussionspapieren des Andechs-Symposiums vom Oktober 2009, auf dem renommierte deutsche und internationale Rechtsexperten die strafrechtlichen Implikationen der sogenannten Finanzkrise diskutierten. Santiago Mir Puig wirft einen Blick auf die historische Entwicklung des Finanzstrafrechts und stellt fest, dass die Entwicklung der Strafrechtsideen immer parallel zur Entwicklung der politischen Auffassungen verläuft. So wurde es in den USA erst durch Obamas Machtüberna...weiterlesen
Frank Schirrmacher / Thomas Strobl (Hrsg.)

Die Zukunft des Kapitalismus

Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2010 (edition suhrkamp 2603); 198 S.; 12,- €; ISBN 978-3-518-12603-5
Die 2008 weltweit einsetzende Finanzkrise hat sehr schnell und in ganzer Breite auf die sogenannte Realwirtschaft übergegriffen. In der öffentlichen Reaktion auf diese Krise haben sich Ungläubigkeit (über die globalen Folgen eines zunächst nur vom amerikanischen Immobilienmarkt ausgehenden Zusammenbruchs), tiefe Verunsicherung (angesichts der Abhängigkeiten der Real- von der Finanzwirtschaft) und Empörung (über das gänzlich moralfreie Handeln wirtschaftlicher Eliten) gemischt. Ob diese Debatten ...weiterlesen
Joseph Stiglitz

Im freien Fall. Vom Versagen der Märkte zur Neuordnung der Weltwirtschaft. Aus dem amerikanischen Englisch von Thorsten Schmidt

München: Siedler Verlag 2010; 448 S.; 24,95 €; ISBN 978-3-88680-942-4
„Unter dem Eindruck einer Nahtoderfahrung sieht man sich angeblich genötigt, seine Prioritäten und Wertvorstellungen zu überdenken. Die Weltwirtschaft hatte gerade eine solche Nahtoderfahrung“ (345), schreibt Stiglitz, der 2001 den Nobelpreis für Wirtschaft erhielt, Wirtschaftberater der Clinton-Regierung und Chefvolkswirt der Weltbank war und heute an der Columbia University in New York lehrt. Die Notwendigkeit, grundsätzliche Maximen der Wirtschaftspolitik zu überdenken, schreibt e...weiterlesen
Torsten Dennin

Lukrative Rohstoffmärkte. Ein Blick hinter die Kulissen

München: FinanzBuch Verlag GmbH 2010; 187 S.; brosch., 24,90 €; ISBN 978-3-89879-599-9
Dennin stellt historische Spekulationsfälle im Rohstoffsektor vor. Er beginnt mit dem bekanntesten, weil meistzitierten Spekulationsobjekt: den Tulpenzwiebeln. Diese waren im Jahr 1637 durch eine zu große Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage und einem daraufhin einsetzenden Optionshandel in den Niederlanden zu einem Spekulationsobjekt geworden. Die Blase platzte bald und vernichtete einen Teil des volkswirtschaftlichen Vermögens. Entgegen den Wirtschaftskrisen jüngerer Zeit konnte jedoch ei...weiterlesen
Susanne Schmidt

Markt ohne Moral. Das Versagen der internationalen Finanzelite

München: Droemer 2010; 208 S.; geb., 19,95 €; ISBN 978-3-426-27541-2
Die Nationalökonomin, Bankerin und Wirtschaftsjournalistin Susanne Schmidt gibt einen Einblick in die Welt des Londoner Investmentbanking. Schmidt lässt die spannende Finanzwelt der Londoner City mit ihren Dependancen in der Canary Wharf und Mayfair durch ihre pointierte und genaue Beobachtung lebendig werden. Sie selbst emigrierte im Zuge der terroristischen Bedrohung der RAF im Jahr 1979 nach London. Damals waren die Merchant Banks noch fest in den Händen der etablierten Familien. Aber unter M...weiterlesen
Armin Steinbach / Philipp Steinberg

Nach der Krise ist vor der Krise. Haben wir die richtigen Lehren gezogen und was bleibt zu tun?

Marburg: Metropolis-Verlag 2010; 233 S.; 19,80 €; ISBN 978-3-89518-843-5
„Wichtig ist vor allem, dass wir die Interdependenzen zwischen sozialpolitischen, finanzmarktpolitischen und wirtschaftspolitischen Entwicklungen erkennen“ (168). Diesen Satz platzieren die Autoren fast beiläufig; doch er ist zentral für dieses Buch, das neben bedachten Analysen auch zahlreiche Reformvorschläge anbietet. Steinbach und Steinberg diskutieren hochaktuelle Themen wie Mindestlöhne, Banken- und Luftverkehrsabgabe oder eine EU-Wirtschaftsregierung als Lehren aus der Krise. ...weiterlesen
Joachim Bischoff / Knut Persson / Norbert Weber

Tatort HSH Nordbank. Über "Bankenrettungen", Landesbanken und Schlammschlachten

Hamburg: VSA 2010; 163 S.; 14,80 €; ISBN 978-3-89965-445-5
Die 2003 aus der Fusion der beiden Landesbanken von Hamburg und Schleswig-Holstein hervorgegangene HSH Nordbank wurde von der Finanzkrise 2007 besonders hart getroffen und musste zu ihrer Rettung Milliardenkredite in Anspruch nehmen. Wegen des Vorwurfs illegaler Geschäftspraktiken und der Profitgier sowie des Verdachts der Untreue gegen damalige Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wurden zwei Parlamentarische Untersuchungsausschüsse (in Kiel und Hamburg) eingesetzt, um die Ursachen dieser Ban...weiterlesen
Richard Schneider

Tatort Hypo Alpe Adria. Mit einem Vorwort von Veit Heinichen

St. Pölten: Residenz Verlag 2010; 285 S.; hardc., 23,90 €; ISBN 978-3-7017-3227-2
Der investigative Journalist Schneider beleuchtet die Hintergründe des Skandals um die Kärntner Bank Hypo Group Alpe Adria. Den Fall kennzeichnet eine undurchsichtige Mischung aus Korruption, Untreue, Betrug und Bilanzfälschung. Der Autor vermutet allerdings noch zusätzliche Straftaten wie Geldwäsche in Millionenhöhe und die Bildung einer kriminellen Vereinigung. Er verweist in diesem Zusammenhang auf den Umfang des sichergestellten Materials, das drei Millionen Aktenseiten, unzählige Datenträge...weiterlesen
Raj Patel

The Value of Nothing. Was kostet die Welt? Aus dem Englischen von Richard Barth

München: Riemann Verlag 2010; 285 S.; 17,95 €; ISBN 978-3-570-50124-5
Auslöser der aktuellen Wirtschaftskrise sei nicht mangelndes ökonomisches Wissen gewesen, schreibt Patel, sondern „ein Zuviel an Kapitalismus“ (9). Als Kronzeugen dieser Feststellung wird Alan Greenspan genannt. Der langjährige Chef der US-Notenbank, der 19 Jahre für die Regeln der Weltwirtschaft mitverantwortlich war, habe im Oktober 2008 sein gesamtes Weltbild infrage gestellt. Patel kritisiert nun, dass wir trotz der Krise immer noch gefangen seien „in einer Kultur und Polit...weiterlesen
Uwe Andersen (Hrsg.)

Weltwirtschaftskrise – eine Systemkrise? Eine Einführung

Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag 2010 (uni studien politik); 141 S.; 9,80 €; ISBN 978-3-89974587-0
Seitdem die US-amerikanische Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 zusammenbrach, steht die globale Finanzkrise im Zentrum der wirtschafts- und politikwissenschaftlichen Diskurse. In dem einführenden Sammelband werden in diesem Zusammenhang die unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Perspektiven und krisenspezifischen Handlungsmöglichkeiten beleuchtet – von der Marx’schen Kritik der Politischen Ökonomie bis hin zu „regulierenden Prinzipien des Ordoliberalismu...weiterlesen
Uwe Petersen

Wirtschaftsethik und Wirtschaftspolitik. Zur Überwindung der globalen Wirtschaftskrise. Von der liberalen zur sozialliberalen Wirtschaftsordnung

Hamburg: Verlag Dr. Kovač 2010 (Probleme und Chancen der Globalisierung 4); 441 S.; 98,- €; ISBN 978-3-8300-5147-3
Wie viele andere sieht auch Petersen in der gegenwärtigen Weltwirtschaftkrise die größte Herausforderung seit 1929. Er nähert sich ihr daher grundsätzlich, indem er den Motivationen wirtschaftlichen Handelns und Prinzipien wirtschaftlichen Geschehens nachspürt. Hieran anschließend formuliert er Grundzüge einer Wirtschaftsethik, aus denen er Leitlinien für eine reformierte Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik ableitet. Einleitend stellt der Autor heraus, dass er die allgemeine Neigung, die Ursac...weiterlesen
Werner Plumpe

Wirtschaftskrisen. Geschichte und Gegenwart

München: C. H. Beck 2010 (Wissen in der Beck'schen Reihe 2701); 128 S.; 8,95 €; ISBN 978-3-406-60681-6
Wirtschaftskrisen sind ein zentrales Moment des ökonomischen Strukturwandels. Sie prägten das ökonomische Geschehen schon lange vor der Durchsetzung des modernen Kapitalismus im 19. Jahrhundert und sind feste Begleiterscheinungen seiner Entwicklung geworden, So lautet die These des Frankfurter Professors für Wirtschafts- und Sozialgeschichte. In der Volkswirtschaftslehre werde zumeist von ökonomischen Gleichgewichtszuständen ausgegangen, was dazu führe, dass Wirtschaftskrisen nicht als Bestandte...weiterlesen
Karl-Heinz Roth

Die globale Krise

Hamburg: VSA 2009 (Globale Krise – Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven 1); 333 S.; 22,80 €; ISBN 978-3-89965-363-2
Der Historiker, Sozialforscher und Mitarbeiter der Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts in Bremen analysiert in diesem ersten Band der Reihe die Entstehung, den Verlauf und die Ursache der aktuellen Weltwirtschaftskrise. Einzelne Untersuchungsergebnisse und Arbeitsthesen hatte er bereits in einem früheren Aufsatz (2008) zur Disputation gestellt. Roths umfangreiches Werk ist in drei Themenschwerpunkte gegliedert. Teil eins ist eine detaillierte Rekonstruktion des Krisenverlaufs sowi...weiterlesen
Robert P. Brenner / Daniela Dahn / Saskia Hengsbach / u. a.

Kapitalismus am Ende? Attac: Analysen und Alternativen

Hamburg: VSA 2009; 237 S.; 14,80 €; ISBN 978-3-89965-350-2
Der Band umfasst eine Auswahl von Beiträgen, die auf einem Attac-Kongress im März 2009 gehalten wurden. Die Teilnehmer setzten mit den Ursachen, Facetten und der Reichweite der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise auseinander und versuchten, Alternativen zum bestehenden kapitalistischen System aufzuzeigen. Im ersten Abschnitt der Vortragssammlung geben Autorinnen und Autoren verschiedener Professionen einen Überblick über den Grundtenor der gegenwärtigen kritischen Debatten zur Krise des Kapit...weiterlesen

zuletzt aktualisiert am: 12. Februar 2015

 

 

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