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Autoritarismus

Viktor Khrapunov

Nasarbajew – unser Freund, der Diktator. Kasachstans schwieriger Weg zur Demokratie

Stuttgart: ibidem-Verlag 2015; 193 S.; 19,90 €; ISBN 978-3-8382-0727-8
Kasachstan wird seit 1990 von Nursultan Nasarbajew regiert, den der Autor als Diktator bezeichnet und ihm unter anderem Korruption, politische Morde und Nepotismus vorwirft. Viktor Khrapunov legt damit eine Art autobiografische Abrechnung vor. Er selbst war Bürgermeister von Almaty und Energieminister Kasachstans, bis er 2007 ins Schweizer Exil floh. Mit seinem Buch sollen die Missstände angeprangert, aber auch ein Weg hin zur Demokratisierung des Landes aufgezeigt werden. Khrapunov schreibt, er sei „Fachmann für Energiefragen“ und ein „geschickter Manager“ gewesen, habe...weiterlesen
Stanislav Balík / Michal Kubát

Undemokratische Regime. Theoretische Verortung und Fallbeispiele

Opladen u. a.: Verlag Barbara Budrich 2015; 187 S.; 24,90 €; ISBN 978-3-8474-0728-7
Mehr als 25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wird man nicht umhin können zu konstatieren, dass die Demokratie den ihr prognostizierten globalen Siegeszug nicht angetreten hat. Nicht nur das: Autoritäre und undemokratische politische Systeme können – siehe Singapur – Demokratien in Sachen Wohlstand und Wachstum durchaus in den Schatten stellen. In einer breit angelegten, sowohl ideen‑ als auch wissenschaftsgeschichtlichen Rekonstruktion und Typologisierung unterbreiten Stanislav Balík und Michal Kubát ein Orientierungsangebot: Was unterscheidet totalitäre ...weiterlesen
Lutgard Lams / Geert Crauwels / Henrieta Anişoara Şerban (Hrsg.)

Totalitarian and Authoritarian Discourses. A Global and Timeless Phenomenon?

Oxford u. a.: Peter Lang 2014; 349 S.; pb., 69,60 €; ISBN 978-3-0343-0908-0
Die Beiträge in diesem Band, in dem die Diskussion über totalitäre und autoritäre Diktaturen wieder aufgefrischt wird, gehen von einer „pragmatischen Perspektive“ (19) aus, wie Henrieta Anişoara Şerban einleitend erläutert: Totalitäre Diskurse fassten die gesamte Gesellschaft unter einem totalitären Prinzip zusammen und leugneten den Individualismus. Die Realität werde so relativiert und eine „Verschmelzung von Staat und Moral“ (32) erzeugt. Die „Existenz einer Identität, Kommunikation oder Solidarität“ (33) werde damit ...weiterlesen
Steffen Kailitz / Patrick Köllner (Hrsg.)

Autokratien im Vergleich

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2013 (Politische Vierteljahresschrift der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft Sonderheft 47); 602 S.; brosch., 49,90 €; ISBN 978-3-8487-0022-6
Die Autokratieforschung im deutschsprachigen Raum hat sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich ausdifferenziert. Deshalb unternehmen die Herausgeber eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Forschung. Sie gehen den Fragen nach, welche Theorien und Modelle die deutschsprachige Forschung mittlerweile prägen, wie Autokraten auch im globalen Umfeld ihre Herrschaft im Inneren sichern und wie die Regierungsqualität in autokratischen Staaten zu bewerten ist. ...weiterlesen
Wolfgang Gieler, unter Mitarbeit von Dirk Postler

Das Politische System von Belarus. Geschichte, Grundlagen und Entwicklungsperspektiven

Berlin: Lit 2013 (Osteuropa 5); 179 S.; 39,90 €; ISBN 978-3-643-11813-4
Die Unabhängigkeit der Republik Belarus 1991 hält Wolfgang Gieler, Professor für Intercultural and International Studies an der Universität Istanbul, eher für eine „Folge äußerer Entwicklungen als eines nationalen Aufbegehrens“. Es habe keine einheimische Reformelite gegeben, weshalb die Anfangsjahre „von innerer Zerrissenheit, Orientierungslosigkeit und Stagnation“ (56) gekennzeichnet gewesen seien. Wie sich das politische System des Landes seitdem entwickelt hat, wird in dieser Publikation beleuchtet. Dabei orientiert sich der Autor vornehmlich an den ...weiterlesen
Anja Franke-Schwenk

Autoritäre Herrschaftsstrategien. Die Legende vom kasachstanischen Schneeleoparden

Wiesbaden: Springer VS 2012; 374 S.; pb., 49,95 €; ISBN 978-3-531-18745-7
Diss. phil. Kiel; Begutachtung: J. Krause. – In Zentralasien sind in den vergangenen zwanzig Jahren recht stabile autoritäre Präsidialregime entstanden. Ein besonderes Beispiel dafür ist Kasachstan. Seit über zwei Dekaden regiert Präsident Nursultan Nasarbajew das Land. Der 73‑Jährige bezeichnet sich selbst gerne als Schneeleoparden, „der treu sorgend, couragiert und aufopferungsvoll die Entwicklung des Landes nur zum Besten für die Bevölkerung steuert" (136). Aber wie gelang e...weiterlesen
William J. Dobson

Diktatur 2.0. Ob Russland oder Ägypten, China oder Syrien: Diktaturen sind kein Auslaufmodell. Doch nichts fürchten sie mehr als das eigene Volk. Ein Frontbericht. Aus dem Englischen von Enrico Heinemann und Karin Schuler

München: Karl Blessing Verlag 2012; 495 S.; geb., 19,95 €; ISBN 978-3-89667-471-5
Die Zeit der Diktaturen ist – trotz des Arabischen Frühlings – noch nicht vorbei. Dieser Meinung ist der US-amerikanische Journalist William J. Dobson. Er schreibt über den heutigen Stand der weltweiten Demokratisierung sogar: „Die demokratische Welle hatte ihren Scheitelpunkt erreicht, und die unappetitlichen Regime der Welt – eine Mischung aus Diktatoren, Machthabern und autoritären Regierungen – feiern ein Comeback.“ (15 f.) So war die Zahl der Demokratien ...weiterlesen
Lars Rensmann / Steffen Hagemann / Hajo Funke (Hrsg.)

Autoritarismus und Demokratie. Politische Theorie und Kultur in der globalen Moderne

Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag 2011; 344 S.; kart., 24,80 €; ISBN 978-3-89974679-2
Der demokratische Rechts- und Verfassungsstaat, entstanden als „universalistischer Anspruch der Freiheit aus den Verhältnissen autoritärer Unmündigkeit und Hörigkeit” (8), ist zu einem Signum der globalen politischen Moderne geworden. Auf der Kehrseite dieser Zeitdiagnose ist allerdings der Autoritarismus zu finden. Lars Rensmann (Ann Arbor), Steffen Hagemann (Kaiserslautern) und Hajo Funke (Berlin) entfalten deshalb beide Seiten. Sie gehen dazu in fünf Schritten vor. Zunächst verort...weiterlesen
Holger Albrecht / Rolf Frankenberger / Siegfried Frech (Hrsg.)

Autoritäre Regime. Herrschaftsmechanismen, Legitimationsstrategien, Persistenz und Wandel

Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag 2011 (Basisthemen Politik); 333 S.; 16,80 €; ISBN 978-3-89974642-6
Die Autoren untersuchen verschiedene Formen autoritärer Herrschaft, unter anderem in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion, im Vorderen Orient, in Asien, Afrika und Lateinamerika. Eingeleitet wird der Sammelband mit theoretischen Beiträgen der Herausgeber über autoritäre Regime nach der Dritten Welle der Demokratisierung, sie fragen nach Stabilität und Wandel. Als theoretische Grundlage der Autokratiemessung werden verschiedene Methoden, die vom Center for Strategic Peace der George Mason-Univers...weiterlesen
Annabelle Sreberny / Gholam Khiabany

Blogistan. Politik und Internet im Iran. Aus dem Englischen von Richard Barth

Hamburg: Hamburger Edition 2011; 285 S.; 22,- €; ISBN 978-3-86854-236-3
Die Autoren behandeln in ihrem Buch, das eine bahnbrechende wissenschaftliche Arbeit zum Thema ist, die Entwicklung und die Reglementierung des Internets im Iran. Dargestellt werden die politische Dimension des Bloggens, das Netz der Kontrolle und der Zensur, das Problem des öffentlichen politischen Raumes sowie Fragen von Gender und Sexualität beim Bloggen und wie Iraner in der eigenen Heimat und im Exil bloggen. Der islamische Staat im Iran ist bestrebt, nicht nur die klassischen Medien zu zen...weiterlesen
Michael Schmidmayr (Hrsg.)

Politische Opposition in Bahrain. Stabilität und Wandel in einem autoritären Regime

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2011 (Weltregionen im Wandel 11); 332 S.; 54,- €; ISBN 978-3-8329-6511-2
Diss. Tübingen; Gutachter: P. Pawelka, L. Richter-Bernberg. – Oft hinkt die Forschung aktuellen Entwicklungen hinterher – 1989 sprach man angesichts des Mauerfalls vom Schwarzen Freitag für die Sozialwissenschaften. 2011 wiederholte sich diese Prognoseschwäche zu Beginn des Umbruchs im Nahen Osten. Seltener blickt die Forschung voraus. Michael Schmidmayr konnte mit seiner 2005 bis 2009 erarbeiteten Dissertation zwar ebenfalls nicht die Facebook-Revolution voraussehen, wesentliche Aus...weiterlesen
Lev Gudkov / Victor Zaslavsky

Russland. Kein Weg aus dem postkommunistischen Übergang. Aus dem Italienischen von Rita Seuß

Berlin: Verlag Klaus Wagenbach 2011; 206 S.; 19,90 €; ISBN 978-3-8031-3635-0
Anders als in den mittel- und ostmitteleuropäischen Ländern, in denen die Menschen 1989 die Einparteienherrschaften hinwegfegten und der bürgerlichen Demokratie zum Sieg verhalfen, war die Ausgangslage in der Russischen Föderation eine grundsätzlich andere. Denn während sich in den meisten Staaten des sogenannten Ostblocks lautstark antikommunistische und antisowjetische Ressentiments artikulierten, lehnten weite Teile der Eliten und der russischen Bevölkerung das Sowjetsystem nicht grundsätzlic...weiterlesen
Jürgen Hartmann

Staat und Regime im Orient und in Afrika. Regionenporträts und Länderstudien

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2011; 506 S.; 34,95 €; ISBN 978-3-531-18042-7
„Afrika und die arabisch-islamische Welt bieten offensichtlich keinen guten Nährboden für Demokratie, für friedliche Konfliktaustragung und für [ethnisch religiöse] Toleranz.“ (15) Mit dieser, aus einer konfliktgeprägten Berichterstattung gewonnenen Erkenntnis eröffnet Hartmann seinen weitgespannten Überblick über die Staaten Afrikas und des Nahen Ostens. Neben dem Islam ziehen sich autoritäre Systeme und die Durchsetzung staatlicher Gewalt als Leitfäden durch die Darstellung der Län...weiterlesen
Holger Albrecht / Rolf Frankenberger (Hrsg.)

Autoritarismus Reloaded. Neuere Ansätze und Erkenntnisse der Autokratieforschung

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2010 (Weltregionen im Wandel 10); 405 S.; 44,- €; ISBN 978-3-8329-5541-0
Francis Fukuyamas berüchtigtes Diktum vom Ende der Geschichte hat sich, so die Herausgeber, offensichtlich als zu optimistisch erwiesen. Die Demokratie steht auch im 21. Jahrhundert erheblich unter Legitimierungsdruck. Außerhalb der OECD-Welt bilden „autoritäre Systeme und solche Staaten, die sich in einer Grauzone zwischen den beiden etablierten Systemtypen Demokratie und Autoritarismus befinden“ (11), das politische Lebensumfeld für den überwiegenden Teil der Menschheit. Um der Fra...weiterlesen
Jerzy Maćków (Hrsg.)

Autoritarismus in Mittel- und Osteuropa

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2009; 359 S.; geb., 39,90 €; ISBN 978-3-531-16845-6
Unausgesprochen ist dieser Sammelband vor allem eines: eine Ehrenrettung der Demokratie. Die entschuldigende Definition einer gelenkten oder anderweitig unvollständigen Demokratie taucht in den Beiträgen nicht auf. Zusammengetragen werden vielmehr Indizien für den Autoritarismus, der als ein „‚politische[r] Systemtyp sui generis’“ (23) verstanden wird – als ein System des eingeschränkten politischen Pluralismus (womit zugleich auch eine Grenze zu totalitären Systeme...weiterlesen
Joachim Perels

Recht und Autoritarismus. Beiträge zur Theorie realer Demokratie

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2009 (Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Frankfurt am Main. Studien und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust 24); 384 S.; brosch., 94,- €; ISBN 978-3-8329-4932-7
Der Band enthält 33 Beiträge, die der Verfasser von 1977 bis 2009 verstreut in Sammelbänden und Zeitschriften publiziert hat. Der 2007 emeritierte Politikwissenschaftler, der seit 1983 Lehrstuhlinhaber in Hannover war, legt mit dieser Auswahl somit auch eine Bilanz seines Schaffens in den vergangenen drei Jahrzehnten vor. Die Beiträge kreisen um den Rechtsbegriff, wie er in modernen Verfassungsstaaten verankert ist, als „Inbegriff der Normen, die die Selbstbestimmung der Individuen in glei...weiterlesen
Oliver Schlumberger

Autoritarismus in der arabischen Welt. Ursachen, Trends und internationale Demokratieförderung

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2008 (Entwicklungstheorie und Entwicklungspolitik 2); 255 S.; brosch., 49,- €; ISBN 978-3-8329-3114-8
Die Regime im Nahen und Mittleren Osten haben sich trotz erkennbarer Liberalisierungstendenzen in den vergangenen Jahren als bemerkenswert demokratieresistent erwiesen. Den Ursachen dieser Persistenz geht Schlumberger in seiner Studie nach. Populäre kulturalistische Erklärungsmuster, die eine Unverträglichkeit von Islam oder arabischer Kultur und Demokratie postulieren, lehnt der Autor als wissenschaftlich unplausibel ab. Vor dem Hintergrund einer gründlichen und umfangreichen Zusammenfassung d...weiterlesen
Federicio Fernández-Crehuet López / António Manuel Hespanha (Hrsg.)

Franquismus und Salazarismus: Legitimation durch Diktatur?

Frankfurt a. M.: Vittorio Klostermann 2008 (Studien zur europäischen Rechtsgeschichte 234/Das Europa der Diktatur 15); VII, 752 S.; kart., 139,- €; ISBN 978-3-465-04061-3
Entstanden im Rahmen des Projektes „Das Europa der Diktatur. Wirtschaftskontrolle und Recht“ des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte, fokussiert der Band auf die sozialpolitische, mitunter basisdemokratische Verbrämung der spanischen und portugiesischen Diktaturen. Sowohl der Spanier Francisco Francos als auch der Portugiese António de Oliveira Salazar führten autoritäre Regime, die ganz auf ihre Person zugeschnitten waren und daher nach dem Tode der Diktatoren ein ...weiterlesen
Hans-Dieter König

George W. Bush und der fanatische Krieg gegen den Terrorismus. Eine psychoanalytische Studie zum Autoritarismus in Amerika

Gießen: Psychosozial-Verlag 2008 (Psyche und Gesellschaft); 314 S.; brosch., 34,90 €; ISBN 978-3-89806-789-8
Der Autor untersucht zwei Reden George W. Bushs und eine Ansprache Osama bin Ladens sowohl in ihrer Wirkung auf das Publikum als auch daraufhin, was sie über die Redner verraten. Zudem schildert König den Umgang von Patienten mit den Erlebnissen um den 11. September 2001 aus seiner psychoanalytischen Praxis. Dabei strebt er die Perspektive einer politischen Psychologie in der Tradition von Max Horkheimers kritischer Gesellschaftstheorie an, die ebenfalls die Psychoanalyse als Forschungsinstrumen...weiterlesen
Dirk Axtmann

Die Reform autoritärer Herrschaft in Nordafrika. Verfassungs- und Wahlrechtsreformen in Algerien, Tunesien und Marokko zwischen 1988 und 2004

Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag 2007 (Sozialwissenschaft); XVII, 353 S.; brosch., 39,90 €; ISBN 978-3-8350-6073-9
Politikwiss. Diss. Heidelberg; Gutachter: D. Nohlen, Gutachterin: S. Faath. – Seit Ende der 80er-Jahre wurden in Tunesien, Algerien und Marokko zahlreiche institutionelle Reformen durchgeführt, die oftmals vorschnell als Liberalisierung oder Demokratisierung eingeschätzt wurden. Inzwischen besteht in der politikwissenschaftlichen Transitionsforschung weitgehend Konsens darüber, dass bislang in keinem Staat Nordafrikas und des Nahen Ostens ein demokratischer Systemwechsel stattgefunden hat....weiterlesen
Rolf Jordan

Singapur. Globale Stadt und autoritärer Staat

Bad Honnef: Horlemann 2007; 203 S.; 14,90 €; ISBN 978-3-89502-237-1
Wie zukunftsfähig ist das Modell einer Entwicklung ohne Demokratie? Jordan geht dieser Frage kritisch am Beispiel Singapurs nach. Seit der ersten Regierungsbildung 1959 wird der Stadtstaat von der People’s Action Party (PAP) regiert, die ihre Legitimität trotz regelmäßiger Wahlen vor allem aus einer erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung zieht. Im Laufe der Jahrzehnte verschmolz diese Partei mit dem Staat und beherrscht deshalb die staatliche Entwicklungsbürokratie. Diese wiederum, die...weiterlesen
Shin-Yong Lee

Südkoreanische Sozialpolitik im politischen Systemwechsel vom bürokratischen Autoritarismus zur delegativen Demokratie. Der Einfluss der Exekutive auf die Sozialversicherungen und die Sozialhilfeprogramme

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2007 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XXXI, Politikwissenschaft 542); 230 S.; brosch., 42,50 €; ISBN 978-3-631-55965-9
Diss. Bremen. – Wie kann erklärt werden, dass in der südkoreanischen Sozialpolitik Kontinuität herrscht, obwohl sich das politische System in den vergangenen Jahren langsam demokratisierte? Um diese Frage zu beantworten, liefert Lee zunächst einen Überblick über verschiedene Erklärungsansätze für Sozialpolitik im bürokratischen Autoritarismus und in der delegativen Demokratie. Anschließend wird der Auf- und Ausbau sozialpolitischer Maßnahmen seit der Herrschaft der Militärjunta in den früh...weiterlesen
Mario Petri / Ulrich Schnier / Jürgen Bellers (Hrsg.)

Handbuch der transitorischen Systeme, Diktaturen und autoritären Regime der Gegenwart

Berlin: Lit 2006 (Politik: Forschung und Wissenschaft 24); 548 S.; brosch., 39,90 €; ISBN 978-3-8258-9070-4
Auf der Basis der Typologie Wolfgang Merkels werden einleitend einige historische, im Schwerpunkt jedoch gegenwärtige politische Systeme autoritären, totalitären oder transitorischen Charakters betrachtet. Die insgesamt 60 Beiträge zu aus Sicht gefestigter Demokratien problematischen Staaten zeichnen sich durch ein - angesichts des Untersuchungsgegenstandes keineswegs selbsverständliches - Bemühen um sachliche Distanz aus. Auf jeweils wenigen Seiten werden die wesentlichen Entwicklungslinien und...weiterlesen
Reinhard Barth

Diktaturen in Europa

Berlin: vorwärts buch GmbH 2005; 183 S.; brosch., 24,80 €; ISBN 3-86602-051-1
Barth definiert den Begriff der Diktatur in Anlehnung an Franz Neumann und unterscheidet zwischen drei Typen: der „einfachen“, der „cäsaristischen“ und der „modernen, totalitären“ (11). In diesem Buch geht es allein um den letztgenannten Typ. Der Autor gibt einen knappen Überblick über Diktaturen und autoritäre Regimes, die im 20. Jahrhundert auf europäischem Gebiet existierten. Er skizziert den Aufstieg, die Machtausübung und den Niedergang der jeweiligen Mac...weiterlesen
Gabriele Gorzka / Peter W. Schulze (Hrsg.)

Wohin steuert Russland unter Putin? Der autoritäre Weg in die Demokratie

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2004; 419 S.; kart., 27,90 €; ISBN 3-593-37585-0
Der Transformationsprozess in Russland unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von den westlichen Vorstellungen von Marktwirtschaft und Demokratie. Diese eigene Entwicklung wird von Politikern, Wissenschaftlern, Politikberatern, Ökonomen und Journalisten, die zum „Schönfelder Kreis“ des Ost-West-Wissenschaftszentrums der Universität Kassel und des Moskauer Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung gehören, kenntnisreich analysiert. Im Mittelpunkt stehen die Bilanz der ersten Amtszeit Präsident Putins ...weiterlesen
Angela Borgwardt

Im Umgang mit der Macht. Herrschaft und Selbstbehauptung in einem autoritären politischen System

Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 2002; 579 S.; brosch., 36,90 €; ISBN 3-531-13833-2
Diss. Berlin; Gutachter: R. Rytlewski. - "Meine Karriere als Drachentöter begann damit, dass ich den stalinistischen Drachen für ein Kuscheltier hielt, das ich liebte." (410) Diesem Irrtum saß nicht nur Biermann auf, von dem dieses Zitat stammt. Die Autorin analysiert die politische Dimension literarischer Texte und die Rolle der Schriftsteller in der DDR am Beispiel von Biermann, Heym und Wolf. Theoretische Grundlagen sind die Weber'sche Theorie des sozialen Handelns und die Frage Bourdieus, "w...weiterlesen
Erwin Oberländer (Hrsg.)

Autoritäre Regime in Ostmittel- und Südosteuropa 1919-1944

Paderborn u. a.: Ferdinand Schöningh 2001; XII, 697 S.; 51,60 €; ISBN 3-506-76186-2
Durch den Zerfall der imperialen Ordnung des Russischen und Habsburger Reiches infolge des Ersten Weltkrieges entstanden im östlichen Mitteleuropa neue souveräne Staaten. Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, die Tschechoslowakei gaben sich eine demokratische Grundordnung, um in das neue Europa des Völkerbundes einzutreten. Doch lediglich in Finnland und der Tschechoslowakei hatte die erste Demokratisierungswelle des letzten Jahrhunderts Bestand. In den Zwanziger- und Dreißigerjahren wurd...weiterlesen
Gisela Neunhöffer

Belarus und die internationale politische Ökonomie. Globale Zwänge - autoritäre Antwort

Münster: Westfälisches Dampfboot 2001; 271 S.; 20,50 €; ISBN 3-89691-511-8
Politikwiss. Magisterarbeit Berlin; Gutachter: K. Segbers, S. Schwanitz. - Im politischen und akademischen Diskurs wird die politische und wirtschaftliche Sonderentwicklung Weißrusslands (Belarus) zumeist auf das diktatorische Regiment Alexander G. Lukaschenkos zurückgeführt, die Autorin wählt hingegen eine andere Perspektive: Sie thematisiert die internationalen Einflüsse auf die politische und ökonomische Entwicklung in Belarus auf der Grundlage der "Internationalen Politischen Ökonomie". Unte...weiterlesen
Juan José Linz

Totalitäre und autoritäre Regime. Hrsg. von Raimund Krämer

Berlin: Berliner Debatte Wissenschaftsverlag 2000 (Potsdamer Textbücher 4); 311 S.; ISBN 3-931703-43-6
Vor 25 Jahren erschien dieser Text des spanischstämmigen Politologen Linz als umfangreicher Artikel in der Enzyklopädie "Macropolitical Theories". In seinem aktuell verfassten Vorwort zu der von Krämer ins Deutsche übersetzten Neuauflage begründet Linz noch einmal seinen Ansatz und reflektiert die wissenschaftliche Diskussion seit Erscheinen seines Artikels. Fruchtbar erscheint ihm der Totalitarismus-Ansatz nach wie vor, wenn totalitäre, post-totalitäre und autoritäre Systeme begrifflich klar vo...weiterlesen
Michael Schwalbach

Autoritarismus und Wirtschaftspolitik in Brasilien (1964-1985) Zur politischen Ökonomie der wirtschaftlichen Entwicklung der Nordostregion

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1999 (Europäische Hochschulschriften: Reihe V, Volks- und Betriebswirtschaft 2419); XXXII, 297 S.; ISBN 3-631-33707-8
Diss. Mainz. - Schwalbachs Studie aus dem Jahre 1993 untersucht mit dem begrifflichen-theoretischen Ansatz der Neuen Politischen Ökonomie die Wirtschaftspolitik des brasilianischen Militärregimes (1964-1985). Leserfreundlich stellt der Autor die Zusammenfassung seiner Ergebnisse an den Anfang. Er schildert die Gründe für das Scheitern innerstaatlicher Entwicklungspolitik in Brasilien. Dazu untersucht er fünf Akteure: die zentralen wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger, die Staatsunternehmen...weiterlesen
Susanne Reiff

Das politische System Zimbabwes im Spannungsfeld zwischen autoritärer Herrschaft und Demokratie

Münster: Lit 1998 (Studien zur Politikwissenschaft. Schwerpunkt Asien und Afrika 5); 231 S.; ISBN 3-8258-4411-0
Politikwiss. Diss. Münster; Gutachter: P. Kevenhörster. - Sowohl Titel als auch Aufbau der Studie sind deutlich von der Aufbruchsstimmung geprägt, von der die Afrikaforschung Anfang der Neunzigerjahre gekennzeichnet war. Im Zuge des Endes des Ost-West-Gegensatzes und der Transformationsprozesse Osteuropas ist es auch in Afrika in der Mehrzahl der Staaten zu vorläufigen Demokratisierungserfolgen gekommen. Zimbabwe, formal seit 1980 eine Demokratie, zeigt sich von derartigen Entwicklungen jedoch v...weiterlesen
Jerzy Maćków

Parlamentarische Demokratie und Autoritarismus. Erfolge und Mißerfolge der postkommunistischen Verfassunggebung

Hamburg: Lit 1998 (Politikwissenschaft 55); 96 S.; ISBN 3-8258-3898-6
Auf sehr knappem Raum setzt sich der Verfasser mit den "konstitutionellen Grundlagen" (9) der Regierungssysteme von sechs postkommunistischen Staaten des östlichen Europas auseinander. Dabei steht die Frage im Vordergrund, ob die unterschiedlichen Entwicklungspfade in den Visegrád-Staaten, Bulgarien und Rumänien auf die jeweiligen Verfassungsnormen zurückzuführen sind. Etwa die Hälfte der Analyse widmet sich jedoch in einem ersten Untersuchungsschritt der Auseinandersetzung mit der Forschung zur...weiterlesen
Rupert F. J. Pritzl

Korruption und Rent-Seeking in Lateinamerika. Zur Politischen Ökonomie autoritärer politischer Systeme

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 1997; 318 S.; ISBN 3-7890-4692-2
Wirtschaftswiss. Diss. Freiburg i. Br.; Erstgutachter: B. Külp. - Wer nach einem systematischen Vergleich oder auch nur ausführlicheren Fallstudien über Korruption und Rent-Seeking in lateinamerikanischen Staaten sucht, wird in der Studie nicht fündig. Weder das Inhaltsverzeichnis noch das ansonsten umfassende Stichwortverzeichnis verweisen auf einzelne Länderstudien, und die Beispiele werden eher unsystematisch und absatzweise in den Argumentationsgang eingestreut. Schwächen, die im direkten Zu...weiterlesen
Hans Maier (Hrsg.)

'Totalitarismus' und 'Politische Religionen' Konzepte des Diktaturvergleichs

Paderborn u. a.: Ferdinand Schöningh 1996 (Politik- und Kommunikationswissenschaftliche Veröffentlichungen der Görres-Gesellschaft 16); 442 S.; ISBN 3-506-76825-5
Zur Analyse "moderner Despotien" (234) ist auf der Münchener Tagung die Totalitarismusforschung einem neuen religionswissenschaftlichen Ansatz, der sich mit dem Begriff "politische Religionen" an Eric Voegelin und Raymond Aron anlehnt, gegenübergestellt worden. Die beiden Konzeptionen werden zunächst in zwei voneinander getrennten Abschnitten auf ihre theoretischen Wurzeln und praktische Anwendbarkeit hin untersucht. Die Kurzreferate und insbesondere die in weiten Teilen in einer offenen Sprache...weiterlesen

Zuletzt aktualisiert am: 28. Januar 2016

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